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ZDF-History - Wahr oder falsch? Die großen Mythen der Bundesrepublik

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ZDF-History - Wahr oder falsch? Die großen Mythen der Bundesrepublik

Dokumentation

Gab es eine Stunde null? Haben Trümmerfrauen das Land nach dem Krieg wieder aufgebaut? Was ist dran am Wirtschaftswunder? "ZDF-History" nimmt die Mythen der Bundesrepublik unter die Lupe. Mythen sind nicht bloße Produkte der Fantasie, sie haben stets einen wahren Kern. Mal verklären sie die Vergangenheit, mal klingen sie wie Verheißungen für die Zukunft. Nationale Mythen verdichten die Erinnerungen ganzer Generationen und geben oft Orientierung. "Jedes Land braucht eine Legende", heißt es auf dem Kinoplakat des Films "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann. Die überraschend gewonnene Fußball-Weltmeisterschaft von 1954 gehört zu den großen Mythen unseres Landes. Aber war das "Wunder von Bern" tatsächlich die "eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik", wie es oft heißt? Oder wurde das Sportereignis erst später zum Mythos verklärt? Welche Rolle spielen dabei die Medien? "ZDF-History" widmet sich großen deutschen Mythen der Nachkriegszeit. Die Filme reflektieren wirkungsmächtige Erzählmuster im geteilten und wiedervereinigten Deutschland. Dabei stellen die Autoren nicht nur historische Stereotype auf den Prüfstand, sondern richten ihren Blick auch auf die historisch-politische Wirkung. Die Dokumentation entsteht in enger Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und ist ein Programmbeitrag zum 70. Geburtstag der Bundesrepublik.
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Mythos GSG 9

Zeitgeschichte Sie genießen einen legendären Ruf: die Männer der "GSG 9". Die Elitetruppe agiert meist im Verborgenen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bei voller Anonymität der beteiligten Beamten. Seit der spektakulären Geiselbefreiung von Mogadischu 1977 reicht das Ansehen der Anti-Terror-Einheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Der Film zeigt, wie sich das Selbstverständnis der GSG 9 in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat.
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ZDF-History - Mythos Plattenbau - Wohnträume aus Beton in Ost und West

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Mysterien des Weltalls WISSENSCHAFT Die Erde nimmt ihre Wunder zurück, USA 2016
Der Menschheit droht Gefahr: Wirbelstürme werden immer stärker, Erdbeben immer schwerer und Krankheitserreger widerstandsfähiger. Sind wir diesen Naturgewalten machtlos ausgeliefert? Oder gibt es Mittel und Wege, diese Elemente zu zähmen, Naturkatastrophen zukünftig zu verhindern? Hurrikans zu stoppen? Gefährliche Arten auszurotten und andere wieder zum Leben zu erwecken? Manche Wissenschaftler glauben: ja. Evolutionsbiologen, Meerestechniker und Insektenforscher versuchen, die Naturgesetze zu überlisten und damit die Naturgewalten einzudämmen, die für die Menschheit zunehmend zur Bedrohung werden.
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Die sterbenden Inseln - Kiribati und der Klimawandel DOKUMENTATION
Die Bewohner des pazifischen Inselstaates Kiribati brauchen eine neue Heimat: Ihr Eiland versinkt im Meer. Der ehemalige Präsident Anote Tong reist um die Welt, auf der Suche nach Perspektiven. Der Anstieg des Meeresspiegels lässt den Menschen jedoch keine andere Wahl: Früher oder später müssen sie die Inseln verlassen. Noch ist nicht klar, wohin. Sie werden nicht die einzigen Klimaflüchtlinge auf der Welt bleiben.
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Die Plastik-Invasion - Coca-Cola und der vermüllte Planet NATUR UND UMWELT
Jede Sekunde werden weltweit zehn Tonnen Kunststoff produziert, davon landet ein Zehntel früher oder später in den Ozeanen. Schon 2050 könnten mehr Kunststoffe als Fische im Meer sein. Im Januar 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Bis 2030 verspricht die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastik-Flaschen verkauft, eine "Welt ohne Verschwendung". Filmemacherin Sandrine Rigaud suchte nach der Wahrheit hinter diesem hehren Vorsatz. In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens, offenbart sich ein anderes Bild. Hier warten alle auf rot-weiße Busse, gehen an rot-weißen Wänden entlang, und auf den Spielplätzen spielen die Kinder an rot-weißen Geräten. Das Logo ist überall. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen. Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmäßig. Angesprochen auf das Dilemma in Afrika, reagiert Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, abwiegelnd: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.
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planet e.: Die Plastik-Revolution DOKUMENTATION Konzepte gegen die Kunststoff-Flut, D 2019
Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
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Alles für die Tonne DOKUMENTATION, D 2018
Die Deutschen sind "Recycling-Weltmeister", sammeln, sortieren und entsorgen. Doch: Aus den allermeisten Verpackungen entstehen keine neuen. "ZDFzoom" fragt: Was läuft schief beim Recycling? Seit 1991 hat sich die Menge der Kunststoff-Verpackungen nahezu verdoppelt. Selbst Müllriese Remondis klagt über immer schlechter verwertbare Verpackungen aus immer neuen Materialmischungen - designed vor allem für das Produkt-Marketing, nicht für das Recycling. Was nicht oder nur mit großem Aufwand recycelt werden kann, landet in der Müllverbrennung. Und die boomt in Deutschland, seit 2005 das Deponie-Verbot erlassen wurde. Das liefert den Müllverbrennungsanlagen verlässlich neue Müllmengen an, von geschlossenen Müllverbrennungsanlagen redet dort niemand: "Solange die Konjunktur brummt, ist an Rückbau nicht zu denken", formuliert Kai Störkel, Chef der Müllverbrennungsanlage Göppingen, im Interview mit "ZDFzoom"-Autor Kersten Schüßler. Doch stehen eigentlich Abfallvermeidung, Wiederverwertung und Recycling ganz oben in der Recycling-Hierarchie. Auf europäischer Ebene macht nun Vize-Kommissionspräsident Frans Timmermans Druck, fordert nicht weniger als eine Plastik-Revolution: "Unsere ganze Wirtschaft muss umgestaltet werden. Wir wollen dafür sorgen, dass alle Verpackungen in Europa im Jahr 2030 recyclingfähig sind", sagt Timmermans im "ZDFzoom"-Interview. Dazu aber muss sich Plastik wirklich recyceln lassen. Dabei könnte Deutschland voranschreiten. Für den Chemiker und Verpackungstechniker Michael Braungart würde etwa ein Plastik-Pfand Produzenten dazu bringen, wirkliche Kreislauf-Verpackungen zu gestalten. Doch die Plastik-Lobby lehnt solche Vorschläge, Gesetze und Quoten rundweg ab: "Wir sind prinzipiell keine Freunde von Quoten. Mit Quoten zementiert man bestimmte Situationen. Damit verhindern wir Innovationen", so Rüdiger Baunemann vom Lobby-Verband PlasticsEurope. Auch im Bundesumweltministerium will man lieber kleine Schritte gehen, als große Strategien verfolgen. Gutes Recycling müsse ja kein Kreislauf für die gesamte Müllmenge sein: "Ob man wirklich 100 Prozent erreichen muss und ob alles wieder in Verpackungen umgewandelt werden muss - das wird schwierig", so Helge Wendenburg, Abteilungsleiter Ressourcenschutz im Bundesumweltministerium. Mehr unter www.zoom.zdf.de
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heute Xpress NACHRICHTEN
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
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Das Erbe der Nazis GESCHICHTE Die 60er Jahre - Die Täter sind unter uns, D 2015
Der lange Schatten des "Dritten Reichs". Was wurde aus 8,5 Millionen Parteigenossen? Aus Spitzenbeamten in Justiz und Verwaltung? Aus zehn Millionen Soldaten? Aus Hunderttausenden KZ-Wächtern, Euthanasie-Ärzten, Rassenhasspredigern? 50 Jahre harte Arbeit, so schätzt US-General Eisenhower 1945, würde es brauchen, um Deutschland zu entnazifizieren und umzuerziehen. Das furchtbare Erbe hat Deutschland geprägt. Die Trümmer der Städte wurden bald weggeräumt, die Trümmer in der Gesellschaft, in den Seelen blieben noch lange vorhanden. Fast jede Familie in Deutschland ist betroffen - durch Großväter, die den Krieg mitmachten, Mütter, die im Bund Deutscher Mädel aktiv waren, Großeltern, die das KZ überlebten. Die Erinnerungen - manchmal auch das Schweigen - haben heutige Generationen geprägt.
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Das Erbe der Nazis ZEITGESCHICHTE 1968-1989 Der Muff von tausend Jahren, D 2015
"Man schüttet kein schmutziges Wasser weg, solange man kein sauberes hat", kommentierte Bundeskanzler Adenauer die Debatte um die Wiedereingliederung der NS-Beamten in den Verwaltungsapparat. Und war die friedliche Integration der ehemaligen Täter und Mitläufer in die westdeutsche Demokratie letztlich nicht ein Erfolg? Die Dokumentation fragt, ob es Alternativen gegeben hätte - und stützt sich auf neueste Forschungsergebnisse. Sie fragt nach den Gründen, warum nur 1,4 Prozent der Entnazifizierten in den westdeutschen Besatzungszonen als "Hauptschuldige" oder "Belastete" eingestuft wurden, warum von den gut hunderttausend KZ-Wächtern nur einige Dutzend verurteilt wurden. Der Anteil derer, die trotz NS-Belastung im Nachkriegsdeutschland Karriere machten, war größer, als bisher vermutet. Zahlreiche Forschungsprojekte, unter anderem zum Bundesnachrichtendienst, zum Auswärtigen Amt oder aktuell zu Nachkriegskarrieren in Schleswig-Holstein (ein Hauptfluchtort ehemaliger NS-Täter) decken auf, dass der Neuanfang mit dem alten Personal gemacht wurde.
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Der 68er-Check - Sieben Mythen und Wahrheiten GESCHICHTE, D 2018
Demos, Straßenrevolten, Hippies, Kommunen, Hasch, Rockmusik, freie Liebe: Das alles überrollt in den späten 60er-Jahren das bis dahin biedere Nachkriegsdeutschland. 1968 bringt eine noch verhältnismäßig junge Bundesrepublik aus dem Tritt. Und hinterlässt tiefe Spuren bis heute. Doch wie sehr haben die 68er unser Leben wirklich beeinflusst? Ist die Sexualität wirklich freier geworden? War 1968 wirklich das Signal zur Befreiung der Frau? Haben die 68er den Zeitgeist geprägt oder die Kindererziehung zum Guten revolutioniert? Haben erst die 68er Ernst gemacht mit der Aufarbeitung der Nazizeit und die Demokratie in Westdeutschland vorangebracht? Und - sind wir heute vor allem von den 68ern und ihren Ideen geprägt? Drei Experten stellen den Mythos 68 auf den Prüfstand und geben Antworten auf die vielen Facetten dieses Phänomens.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Uschi Obermaier - Die Ikone der 68er, D 2018
Ihre Liebe zu Sex, Drugs und Rock 'n' Roll machte Uschi Obermaier zum Schwarm einer ganzen Generation. Gemeinsam mit "ZDF-History" blickt sie zurück auf ein bewegtes Leben. Berühmt wird das Fotomodel aus München durch die "Kommune 1" - einem Hotspot der 68er-Bewegung. Politisch aber - so sagt sie selbst - war sie nie: "Ich wollte immer nur das tun, was ich wollte. Aber damals war es ja schon rebellisch, einen Minirock zu tragen." Aufgewachsen im gutbürgerlichen München-Sendling, sucht sich Ursula Obermaier schon als junges Mädchen ihre Freiheiten. Die Nachtclubs und Diskotheken der Stadt werden ihr zweites Zuhause. Knappe Röcke, Tanz und Musik - für sie ist es die Chance, der Enge und den Konventionen ihres Elternhauses zu entfliehen. Denn hinter der Fassade des Vorstadtidylls knirscht es gewaltig. Die Ehe der Eltern ist zerrüttet, der Vater kommt immer seltener nach Hause. Die Tochter himmelt den Vater an, doch der interessiert sich nicht für sie. Im damaligen Münchener Szene-Club "Big Apple" hingegen zieht sie alle Augen auf sich. Schon bald ergattert sie ihren ersten Model-Job und sagt sich endgültig los von ihrem Elternhaus. Obwohl Obermaier selbst nie eine Hochschule besucht, findet sie schnell Anschluss an rebellierende Studentenkreise und zieht nach Berlin. Dort strandet sie in der "Kommune 1" - und damit direkt im Epizentrum der 68er-Bewegung. Noch heute steht ihr Leben damit exemplarisch für eine ganze Ära: für die Wünsche und Sehnsüchte einer ganzen Generation. Mithilfe enger Weggefährten und Uschi Obermaier selbst blickt die Dokumentation zurück auf das bewegte Leben der 68er-Ikone.
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Die Hausbesetzer HAUS/BAUEN/WOHNEN Randale gegen Leerstand, D 2016
Die Auseinandersetzungen um das Frankfurter Westend liefen schon in der ersten Hälfte der 70er-Jahre und haben keine direkte Verbindung zu den späteren Besetzungen. Aber sie markieren das erste Auftreten der Spontis, und seitdem war die Idee der Hausbesetzungen in den Köpfen. Die Frankfurter waren noch in der Nachfolge der 68er, es stand ein politisches Konzept hinter den Aktionen. Letztlich konnten sie viele der Häuser im Westend retten, doch heute werden sie von reichen Leuten oder für Büros genutzt. Die Auseinandersetzungen in Berlin ab 1980 waren die heftigsten in der Besetzer-Bewegung. Zeitweise waren über 150 Häuser besetzt, und die Berliner Ereignisse regten eine Welle von Nachahmungen bis in die deutsche Provinz an. Neben eher oberflächlichen politischen Parolen war die Lust an der Konfrontation mit der Staatsmacht wichtiges Motiv - und der Wunsch, Freiräume für ein selbstbestimmtes, freies Leben zu erobern. Das ist teilweise gelungen, auch wenn viele Illusionen begraben werden mussten. Gleichzeitig haben Lehren aus den Besetzungen für viele Jahre die Berliner Bau- und Wohnungspolitik geprägt. Dritter Komplex ist die Geschichte der Besetzungen in Hamburg. Sie beschränkten sich auf wenige Häuser in einem kleinen, aber für die Stadt wichtigen Bereich. Die Besetzer waren sehr militant, ihr Ziel war jedoch von Anfang an die Legalisierung ihres Status. Die Auseinandersetzung darum wurde vor allem im Senat ausgetragen und beeinflusste viele Jahre die Landespolitik. Die Besetzungen in Zürich und Amsterdam sowie in Göttingen und Freiburg sollen nicht unerwähnt bleiben. Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Verbindungen werden dargestellt. So gab es zum Beispiel viele gegenseitige Besuche und Verbindungen der Züricher mit Berlin. Doch in Zürich ging es nur darum, in der piefigen Schweiz selbstverwaltete Jugendzentren als Freiräume zu erkämpfen. In Amsterdam ging es vorrangig um Wohnraum, aber das unter sehr anderen politischen und rechtlichen Voraussetzungen.
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Der Fall Susanne Albrecht GESCHICHTE Die vielen Leben einer RAF-Terroristin, D 2017
Am 30. Juli 1977 verschafft sich Susanne Albrecht in Begleitung von zwei RAF-Terroristen Zutritt zum Haus von Jürgen Ponto, dem Chef der Dresdner Bank. Er war ihr gut bekannt. Jürgen Ponto war ein Freund der Familie, der Patenonkel ihrer Schwester. Das Ziel: Ponto soll entführt werden, um die Top-Leute der RAF aus dem Gefängnis freizupressen. Der Plan scheitert: Jürgen Ponto wird erschossen. Der Film zeigt, wie es zu dem Verrat kommen konnte und wie diese Entscheidung das Leben von Susanne Albrecht geprägt hat - bis heute. Hochaktuell, auch mit Blick auf heutige Terroristen, sind die Passagen, in denen die Filmautoren eingangs die allmähliche Radikalisierung Albrechts nachzeichnen, die in der Hamburger Hausbesetzerszene Anfang der 70er-Jahre beginnt. Akribisch rekonstruiert die Koproduktion von ZDFinfo und phoenix die Phase im Leben der gebürtigen Hamburgerin, die sie zu dem unbeschreiblichen Verrat an dem langjährigen Familienfreund führt. Ein kleiner Kreis von RAF-Terroristen setzt die damals 26-jährige Albrecht im Sommer 1977 massiv unter Druck, die Türöffnerin für die geplante Gewalttat zu spielen. Dr. Nahlah Saimeh, forensische Psychiaterin und Expertin für Extremismus und Terrorismus, erläutert im Film, wie und warum solche Radikalisierungsprozesse ablaufen. Neue Zeitzeugen präsentiert die Dokumentation auch zu Susanne Albrechts Leben auf der Flucht, während der sie mithilfe der ostdeutschen Stasi unter neuem Namen zunächst ab 1980 in der DDR und später in der Sowjetunion untertauchte. Darunter Barbara Dörr, die Albrecht als Arbeitskollegin an einer DDR-Ingenieurhochschule erlebte. Als Barbara Dörr und andere Kolleginnen Albrecht 1986 in einem Fernsehbericht über die RAF wiedererkennen, muss die Aussteigerin weiter fliehen. Die Stasi versteckt Albrecht und ihre Familie in der Sowjetunion, nördlich von Moskau. Auch dahin führt die Dokumentation die Zuschauer, gemeinsam mit dem Physiker Peter Michel, der auf einer Spurensuche zeigt, wo die RAF-Terroristin seit 1988 in der russischen Stadt Dubna abgetaucht war und seine Nachbarin wurde. Während deutsche Sicherheitsbehörden die Terroristin lange Zeit im Nahen Osten vermuteten, verhalf die Stasi Albrecht hier zu einer neuen Identität als Chemielaborantin an einem sowjetischen Kernforschungszentrum. Albrecht hatte einen DDR-Physiker geheiratet, mit ihm einen Sohn bekommen. Doch ihre neue Familie erfährt erst nach ihrer Verhaftung in Berlin im Juni 1990 die ganze Wahrheit über Albrechts Vergangenheit als Terroristin. Die Dokumentation "Der Fall Susanne Albrecht" präsentiert neues Foto- und Filmmaterial aus jenen Jahren, als die RAF-Terroristin ganz oben auf den Fahndungsplakaten prangte. Entscheidende Szenen aus jener Zeit haben die Filmautoren auf Grundlage von Prozessunterlagen und Stasi-Dokumenten mittels grafischer Szenarien faktengetreu rekonstruiert. Ein Film über einen furchtbaren Verrat und den verzweifelten Versuch, der eigenen Verantwortung zu entkommen.
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Tod in Bad Kleinen ZEITGESCHICHTE Das letzte Gefecht der RAF, D 2018
Der Name eines kleinen Ortes in Mecklenburg-Vorpommern steht für die größte Panne des Staates im Kampf gegen die RAF - und zugleich für deren Ende: Bad Kleinen. Was als große Erfolgsgeschichte beginnt, endet in einer Tragödie. Sie fordert das Leben eines GSG-9-Beamten und eines RAF-Terroristen und mündet im Rücktritt des Bundesinnenministers und der Entlassung des Generalbundesanwaltes. Ein wahres Erdbeben für die deutschen Sicherheitsbehörden - und die Presse, die die Deutungshoheit mittels gefälschter eidesstattlicher Versicherungen und Bestechung betrunkener Zeugen gewinnt.
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Die Brandstifter - Die Gründung der RAF, D 2014
Wie entstand die RAF? 28 Jahre lang versetzte die Terror-Organisation Rote Armee Fraktion die deutsche Politik und Wirtschaft in Angst und Schrecken. Die Frauen und Männer der RAF wollten die Republik radikal verändern. Dieses Ziel haben sie nicht erreicht - doch mit ihren Taten brachten sie den Staat an seine Grenzen.
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Die Jagd auf die "Baader-Meinhof-Bande", D 2014
Mit der Baader-Befreiung am 14. Mai 1970 taucht die Journalistin Ulrike Meinhof in die Illegalität ab. Zusammen mit Gudrun Ensslin gründen Baader und Meinhof die RAF. Bevor es zu politischen Taten kommt, sorgt die RAF mit Banküberfällen, Fahrzeug- und Dokumentendiebstählen für Aufsehen. In dieser Zeit entsteht einer der stärksten Mythen der RAF von raffinierten jungen Leuten, die die Polizei an der Nase herumführen.
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Der Knast, der Prozess und die Sympathisanten, D 2014
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Der deutsche Herbst - das Jahr 1977, D 2014
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Die zweite Generation und die Stasi, D 2014
Die Führungsfiguren der sogenannten "zweiten Generation" der RAF werden Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. Mohnhaupt verbringt 1977 die letzte Zeit ihrer Haft in Stammheim. Täglich sitzt Mohnhaupt mehrere Stunden mit Baader, Ensslin und Raspe zusammen. In dieser Zeit wird sie auf ihre spätere Führungsrolle vorbereitet, denn schon jetzt ist klar, dass sie wieder in den terroristischen Untergrund zurückkehren wird.
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Die dritte Generation und das Ende der RAF, D 2014
1998 geht bei Reuters ein Schreiben ein, in dem die RAF ihre Selbstauflösung ankündigt: "Die Stadtguerilla in Form der RAF ist Geschichte." Die dritte Generation der RAF ist bis heute nahezu unbekannt. Als Führungselite gelten Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld. Mit ihnen werden viele Verbrechen in Verbindung gebracht, die allerdings nie restlos aufgeklärt wurden.
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Mythos GSG 9 ZEITGESCHICHTE, D 2017
Sie genießen einen legendären Ruf: die Männer der "GSG 9". Die Elitetruppe agiert meist im Verborgenen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bei voller Anonymität der beteiligten Beamten. Seit der spektakulären Geiselbefreiung von Mogadischu 1977 reicht das Ansehen der Anti-Terror-Einheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Der Film zeigt, wie sich das Selbstverständnis der GSG 9 in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat.
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ZDF-History DOKUMENTATION Wahr oder falsch? Die großen Mythen der Bundesrepublik, D 2019
Gab es eine Stunde null? Haben Trümmerfrauen das Land nach dem Krieg wieder aufgebaut? Was ist dran am Wirtschaftswunder? "ZDF-History" nimmt die Mythen der Bundesrepublik unter die Lupe. Mythen sind nicht bloße Produkte der Fantasie, sie haben stets einen wahren Kern. Mal verklären sie die Vergangenheit, mal klingen sie wie Verheißungen für die Zukunft. Nationale Mythen verdichten die Erinnerungen ganzer Generationen und geben oft Orientierung. "Jedes Land braucht eine Legende", heißt es auf dem Kinoplakat des Films "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann. Die überraschend gewonnene Fußball-Weltmeisterschaft von 1954 gehört zu den großen Mythen unseres Landes. Aber war das "Wunder von Bern" tatsächlich die "eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik", wie es oft heißt? Oder wurde das Sportereignis erst später zum Mythos verklärt? Welche Rolle spielen dabei die Medien? "ZDF-History" widmet sich großen deutschen Mythen der Nachkriegszeit. Die Filme reflektieren wirkungsmächtige Erzählmuster im geteilten und wiedervereinigten Deutschland. Dabei stellen die Autoren nicht nur historische Stereotype auf den Prüfstand, sondern richten ihren Blick auch auf die historisch-politische Wirkung. Die Dokumentation entsteht in enger Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und ist ein Programmbeitrag zum 70. Geburtstag der Bundesrepublik.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Mythos Plattenbau - Wohnträume aus Beton in Ost und West, D 2019
Heute gelten sie als Wohnalbtraum und sozialer Brennpunkt, doch für viele Deutsche war der Einzug in einen Plattenbau einst ein Freudentag - in Ost und West. Boxer Henry Maske erinnert sich an seine Zeit in der "Platte": dünne Wände, wenig Platz, aber auch nachbarschaftliches Miteinander. Im Westen verfliegt die Begeisterung für die Großsiedlungen schnell, denn hier gelten sie als seelenlos und hässlich. Beide deutsche Staaten werben in den 60er- und 70er-Jahren offensiv für Trabantenstädte und Plattenbauten: Sie seien modern und komfortabel, heißt es, und gelten als Geheimwaffe gegen den grassierenden Wohnungsmangel. In der DDR ist das Wohnungsproblem sogar Chefsache. 1971 gibt Erich Honecker das folgenschwere Versprechen: Bis 1990 sollen drei Millionen neue Wohnungen entstehen. Tatsächlich ist das Wohnbauprogramm sogar zwei Jahre früher fertig als geplant. Doch die Kosten sind enorm und haben einen entscheidenden Anteil am finanziellen Untergang der DDR. "ZDF-History" erzählt die wechselvolle Geschichte der Plattenbausiedlungen und zeigt die Wirklichkeit hinter den staatlich geförderten Wohnträumen aus Beton.
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Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi ZEITGESCHICHTE Gegen die Faschisten, D 2018
Sie versteht sich als "Schwert und Schild der Partei". Sie will ihrem Staat, der DDR, dienen und ihn mit allen Mitteln schützen - die Stasi. Vor Angriffen von innen und von außen. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR: Es ist nicht nur eine Behörde - es ist ein ganzes Imperium. Geheimpolizei und Nachrichtendienste in einer einzigen Institution. Die Staatssicherheit durchdringt die Gesellschaft komplett. Ihre Informanten sind überall. In Gerichten und Behörden, am Arbeitsplatz, in der eigenen Familie - in Ost, aber auch in West. Wie die Stasi zu dem geworden ist, zeigt "Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi". Die dreiteilige Dokumentation zeigt chronologisch die Entwicklung der Staatssicherheit der DDR. Was machte die Stasi zu einem der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt? Welche Abgründe verbergen sich in den 111 Kilometern Akten, die nach dem Ende der Staatssicherheit vor der Vernichtung gerettet wurden? Bis heute ist die Stasi beeindruckend und beängstigend. Sie war Geheimpolizei und Nachrichtendienst in einem einzigen, gigantischen Imperium. Beim Mauerfall beschäftigt sie über 91 000 hauptamtliche und 189 000 inoffizielle Mitarbeiter. Das macht die Stasi zum größten Arbeitgeber der DDR. Die Filme erzählen bekannte und unbekannte Fälle, von Schauprozessen und Entführungen, von Mordanschlägen und Bespitzelungen - sogar unter Freunden und Liebespaaren. Und von dem Mann, der fast 40 Jahre lang den Takt angab: Minister Erich Mielke, linientreuer Kommunist und skrupelloser Geheimdienst-Chef. Den Autoren ist es gelungen, für diese Doku-Reihe zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter für Interviews zu gewinnen - darunter auch der Leiter des Auslandsgeheimdienstes, Werner Großmann. Mit welch ausgefeilter Technik die Agenten ihre Feinde bespitzelt haben, zeigt ein Spionage-Experte in der Dokumentation. Zu Wort kommen außerdem zahlreiche Opfer der Staatssicherheit und prominente Zeitzeugen, wie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Hochrangige Historiker ordnen die brisanten Fälle ein.
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Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi ZEITGESCHICHTE Gegen den Klassenfeind, D 2018
"Schießt vor allem nicht auf Eure eigenen Landsleute". Das ist der Appell von Willy Brandt vor dem Schöneberger Rathaus - unmittelbar nach Beginn des Mauerbaus. Hunderttausende drängen sich vor ihm auf dem Platz und skandieren Parolen gegen das Regime im Osten. Die Mauer teilt die Welt von nun an in zwei Blöcke. Sie ist der real sichtbare "Eiserne Vorhang" im Kalten Krieg. Und sie bedeutet auch eine wichtige Zäsur für die Stasi. Die Agenten können nicht mehr so leicht zwischen Ost und West wechseln. Das ist ein Hindernis - auch für Mielkes Männer. Im internen Machtpoker der DDR kann der Minister für Staatssicherheit punkten. Es gelingt ihm, die Verantwortung für die Grenzkontrollen an das Ministerium für Staatssicherheit zu ziehen. Die dreiteilige Dokumentation zeigt zum ersten Mal chronologisch die Entwicklung der Staatssicherheit der DDR. Was machte die Stasi zu einem der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt? Welche Abgründe verbergen sich noch in den 111 Kilometern Akten, die nach dem Ende der Staatssicherheit vor der Vernichtung gerettet wurden? Bis heute ist die Stasi beeindruckend und beängstigend. Sie war Geheimpolizei und Nachrichtendienst in einem einzigen, gigantischen Imperium. Beim Mauerfall beschäftigt sie über 91 000 hauptamtliche und 189 000 inoffizielle Mitarbeiter. Das macht die Stasi zum größten Arbeitgeber der DDR. Die Filme erzählen bekannte und unbekannte Fälle, von Schauprozessen und Entführungen, von Mordanschlägen und Bespitzelungen - sogar unter Freunden und Liebespaaren. Und von dem Mann, der fast 40 Jahre lang den Takt angab: Minister Erich Mielke, linientreuer Kommunist und skrupelloser Geheimdienst-Chef. Den Autoren ist es gelungen, für diese Doku-Reihe zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter für Interviews zu gewinnen - darunter auch der Leiter des Auslandsgeheimdienstes, Werner Großmann. Mit welch ausgefeilter Technik die Agenten ihre Feinde bespitzelt haben, zeigt ein Spionage-Experte in der Dokumentation. Zu Wort kommen außerdem zahlreiche Opfer der Staatssicherheit und prominente Zeitzeugen, wie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Hochrangige Historiker ordnen die brisanten Fälle ein.
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Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi ZEITGESCHICHTE Gegen die Genossen, D 2018
Am 6. Mai 1974 tritt Bundeskanzler Willy Brandt zurück. Er zieht damit die Konsequenzen aus der Guillaume-Affäre. Es ist eine Zäsur in der Beziehung beider deutscher Staaten. Dass ausgerechnet der Bundeskanzler, der durch seine neue Ostpolitik eine Annäherung zwischen der Bundesrepublik und der DDR ins Werk gesetzt hat, wegen eines enttarnten Agenten in seinem Umfeld den Hut nehmen muss, ist ein klassisches Eigentor der Stasi. Trotzdem verschlechtern sich die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten nicht wirklich - im Gegenteil. Die Verabschiedung der KSZE-Schlussakte von Helsinki manifestiert 1975 die internationale Anerkennung der DDR und damit die Grenzen zwischen den beiden Blöcken. Die dreiteilige Dokumentation "Feind ist, wer anders denkt - Geheimnisse der Stasi" zeigt zum ersten Mal chronologisch die Entwicklung der Staatssicherheit der DDR. Was machte die Stasi zu einem der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt? Welche Abgründe verbergen sich noch in den 111 Kilometern Akten, die nach dem Ende der Staatssicherheit vor der Vernichtung gerettet wurden? Bis heute ist die Stasi beeindruckend und beängstigend. Sie war Geheimpolizei und Nachrichtendienst in einem einzigen, gigantischen Imperium. Beim Mauerfall beschäftigt sie über 91 000 hauptamtliche und 189 000 inoffizielle Mitarbeiter. Das macht die Stasi zum größten Arbeitgeber der DDR. Die Filme erzählen bekannte und unbekannte Fälle, von Schauprozessen und Entführungen, von Mordanschlägen und Bespitzelungen - sogar unter Freunden und Liebespaaren. Und von dem Mann, der fast 40 Jahre lang den Takt angab: Minister Erich Mielke, linientreuer Kommunist und skrupelloser Geheimdienst-Chef. Den Autoren ist es gelungen, für diese Doku-Reihe zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter für Interviews zu gewinnen - darunter auch der Leiter des Auslandsgeheimdienstes, Werner Großmann. Mit welch ausgefeilter Technik die Agenten ihre Feinde bespitzelt haben, zeigt ein Spionage-Experte in der Dokumentation. Zu Wort kommen außerdem zahlreiche Opfer der Staatssicherheit und prominente Zeitzeugen, wie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Hochrangige Historiker ordnen die brisanten Fälle ein.
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Die Hausbesetzer HAUS/BAUEN/WOHNEN Randale gegen Leerstand, D 2016
Die Auseinandersetzungen um das Frankfurter Westend liefen schon in der ersten Hälfte der 70er-Jahre und haben keine direkte Verbindung zu den späteren Besetzungen. Aber sie markieren das erste Auftreten der Spontis, und seitdem war die Idee der Hausbesetzungen in den Köpfen. Die Frankfurter waren noch in der Nachfolge der 68er, es stand ein politisches Konzept hinter den Aktionen. Letztlich konnten sie viele der Häuser im Westend retten, doch heute werden sie von reichen Leuten oder für Büros genutzt. Die Auseinandersetzungen in Berlin ab 1980 waren die heftigsten in der Besetzer-Bewegung. Zeitweise waren über 150 Häuser besetzt, und die Berliner Ereignisse regten eine Welle von Nachahmungen bis in die deutsche Provinz an. Neben eher oberflächlichen politischen Parolen war die Lust an der Konfrontation mit der Staatsmacht wichtiges Motiv - und der Wunsch, Freiräume für ein selbstbestimmtes, freies Leben zu erobern. Das ist teilweise gelungen, auch wenn viele Illusionen begraben werden mussten. Gleichzeitig haben Lehren aus den Besetzungen für viele Jahre die Berliner Bau- und Wohnungspolitik geprägt. Dritter Komplex ist die Geschichte der Besetzungen in Hamburg. Sie beschränkten sich auf wenige Häuser in einem kleinen, aber für die Stadt wichtigen Bereich. Die Besetzer waren sehr militant, ihr Ziel war jedoch von Anfang an die Legalisierung ihres Status. Die Auseinandersetzung darum wurde vor allem im Senat ausgetragen und beeinflusste viele Jahre die Landespolitik. Die Besetzungen in Zürich und Amsterdam sowie in Göttingen und Freiburg sollen nicht unerwähnt bleiben. Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Verbindungen werden dargestellt. So gab es zum Beispiel viele gegenseitige Besuche und Verbindungen der Züricher mit Berlin. Doch in Zürich ging es nur darum, in der piefigen Schweiz selbstverwaltete Jugendzentren als Freiräume zu erkämpfen. In Amsterdam ging es vorrangig um Wohnraum, aber das unter sehr anderen politischen und rechtlichen Voraussetzungen.
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Tod in Bad Kleinen ZEITGESCHICHTE Das letzte Gefecht der RAF, D 2018
Der Name eines kleinen Ortes in Mecklenburg-Vorpommern steht für die größte Panne des Staates im Kampf gegen die RAF - und zugleich für deren Ende: Bad Kleinen. Was als große Erfolgsgeschichte beginnt, endet in einer Tragödie. Sie fordert das Leben eines GSG-9-Beamten und eines RAF-Terroristen und mündet im Rücktritt des Bundesinnenministers und der Entlassung des Generalbundesanwaltes. Ein wahres Erdbeben für die deutschen Sicherheitsbehörden - und die Presse, die die Deutungshoheit mittels gefälschter eidesstattlicher Versicherungen und Bestechung betrunkener Zeugen gewinnt.
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Der Fall Susanne Albrecht GESCHICHTE Die vielen Leben einer RAF-Terroristin, D 2017
Am 30. Juli 1977 verschafft sich Susanne Albrecht in Begleitung von zwei RAF-Terroristen Zutritt zum Haus von Jürgen Ponto, dem Chef der Dresdner Bank. Er war ihr gut bekannt. Jürgen Ponto war ein Freund der Familie, der Patenonkel ihrer Schwester. Das Ziel: Ponto soll entführt werden, um die Top-Leute der RAF aus dem Gefängnis freizupressen. Der Plan scheitert: Jürgen Ponto wird erschossen. Der Film zeigt, wie es zu dem Verrat kommen konnte und wie diese Entscheidung das Leben von Susanne Albrecht geprägt hat - bis heute. Hochaktuell, auch mit Blick auf heutige Terroristen, sind die Passagen, in denen die Filmautoren eingangs die allmähliche Radikalisierung Albrechts nachzeichnen, die in der Hamburger Hausbesetzerszene Anfang der 70er-Jahre beginnt. Akribisch rekonstruiert die Koproduktion von ZDFinfo und phoenix die Phase im Leben der gebürtigen Hamburgerin, die sie zu dem unbeschreiblichen Verrat an dem langjährigen Familienfreund führt. Ein kleiner Kreis von RAF-Terroristen setzt die damals 26-jährige Albrecht im Sommer 1977 massiv unter Druck, die Türöffnerin für die geplante Gewalttat zu spielen. Dr. Nahlah Saimeh, forensische Psychiaterin und Expertin für Extremismus und Terrorismus, erläutert im Film, wie und warum solche Radikalisierungsprozesse ablaufen. Neue Zeitzeugen präsentiert die Dokumentation auch zu Susanne Albrechts Leben auf der Flucht, während der sie mithilfe der ostdeutschen Stasi unter neuem Namen zunächst ab 1980 in der DDR und später in der Sowjetunion untertauchte. Darunter Barbara Dörr, die Albrecht als Arbeitskollegin an einer DDR-Ingenieurhochschule erlebte. Als Barbara Dörr und andere Kolleginnen Albrecht 1986 in einem Fernsehbericht über die RAF wiedererkennen, muss die Aussteigerin weiter fliehen. Die Stasi versteckt Albrecht und ihre Familie in der Sowjetunion, nördlich von Moskau. Auch dahin führt die Dokumentation die Zuschauer, gemeinsam mit dem Physiker Peter Michel, der auf einer Spurensuche zeigt, wo die RAF-Terroristin seit 1988 in der russischen Stadt Dubna abgetaucht war und seine Nachbarin wurde. Während deutsche Sicherheitsbehörden die Terroristin lange Zeit im Nahen Osten vermuteten, verhalf die Stasi Albrecht hier zu einer neuen Identität als Chemielaborantin an einem sowjetischen Kernforschungszentrum. Albrecht hatte einen DDR-Physiker geheiratet, mit ihm einen Sohn bekommen. Doch ihre neue Familie erfährt erst nach ihrer Verhaftung in Berlin im Juni 1990 die ganze Wahrheit über Albrechts Vergangenheit als Terroristin. Die Dokumentation "Der Fall Susanne Albrecht" präsentiert neues Foto- und Filmmaterial aus jenen Jahren, als die RAF-Terroristin ganz oben auf den Fahndungsplakaten prangte. Entscheidende Szenen aus jener Zeit haben die Filmautoren auf Grundlage von Prozessunterlagen und Stasi-Dokumenten mittels grafischer Szenarien faktengetreu rekonstruiert. Ein Film über einen furchtbaren Verrat und den verzweifelten Versuch, der eigenen Verantwortung zu entkommen.
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Momente der Geschichte GESCHICHTE Geteiltes Deutschland, D 2018
Zum Erinnerungsdatum "70 Jahre Bundesrepublik" sendet das ZDF eine Doku-Reihe zu Momenten der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Es sind jeweils etwa zehn bis zwölf Kurzfilme, eingebunden in 45-minütige Dokumentationen, in chronologischer Abfolge zu zentralen Themen verschiedener Zeitabschnitte. Diese Folge der "Momente der Geschichte" rekapituliert, wie es zur deutschen Teilung kam und wie sich die innerdeutsche Spaltung vertiefte.
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Momente der Geschichte GESCHICHTE Wirtschaftswunder und Kalter Krieg, D 2018
Zum Erinnerungsdatum "70 Jahre Bundesrepublik" sendet das ZDF eine Doku-Reihe zu Momenten der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Es sind jeweils etwa zehn bis zwölf Kurzfilme, eingebunden in 45-minütige Dokumentationen, in chronologischer Abfolge zu zentralen Themen verschiedener Zeitabschnitte. Diese Folge der "Momente der Geschichte: Wirtschaftswunder und Kalter Krieg" zeigt, wie die Deutschen diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs den Ost-West-Konflikt sowie den wirtschaftlichen Aufschwung und Fortschritt aus gegensätzlichen Perspektiven erlebten.
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Momente der Geschichte GESCHICHTE Das doppelte Deutschland, D 2018
Zum Erinnerungsdatum "70 Jahre Bundesrepublik" sendet das ZDF eine Doku-Reihe zu Momenten der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Es sind jeweils etwa zehn bis zwölf Kurzfilme, eingebunden in 45-minütige Dokumentationen, in chronologischer Abfolge zu zentralen Themen verschiedener Zeitabschnitte. Diese Folge der "Momente der Geschichte: Das doppelte Deutschland" führt vor Augen, wie sich die deutsche Teilung nach dem Mauerfall manifestierte und warum die Zweistaatlichkeit endgültig erschien.
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Momente der Geschichte GESCHICHTE Vom Deutschen Herbst, D 2018
Zum Erinnerungsdatum "70 Jahre Bundesrepublik" sendet das ZDF eine Doku-Reihe zu Momenten der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Es sind jeweils etwa zehn bis zwölf Kurzfilme, eingebunden in 45-minütige Dokumentationen, in chronologischer Abfolge zu zentralen Themen verschiedener Zeitabschnitte. Diese Folge der "Momente der Geschichte" spiegelt die Etappen von Willy Brandts neuer Ostpolitik über die Reformen unter dem Leitsatz "mehr Demokratie wagen!" bis zur innerdeutschen Wende 1989.
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Die zweite Generation und die Stasi, D 2014
Die Führungsfiguren der sogenannten "zweiten Generation" der RAF werden Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. Mohnhaupt verbringt 1977 die letzte Zeit ihrer Haft in Stammheim. Täglich sitzt Mohnhaupt mehrere Stunden mit Baader, Ensslin und Raspe zusammen. In dieser Zeit wird sie auf ihre spätere Führungsrolle vorbereitet, denn schon jetzt ist klar, dass sie wieder in den terroristischen Untergrund zurückkehren wird.
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Die Geschichte der RAF ZEITGESCHICHTE Die dritte Generation und das Ende der RAF, D 2014
1998 geht bei Reuters ein Schreiben ein, in dem die RAF ihre Selbstauflösung ankündigt: "Die Stadtguerilla in Form der RAF ist Geschichte." Die dritte Generation der RAF ist bis heute nahezu unbekannt. Als Führungselite gelten Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld. Mit ihnen werden viele Verbrechen in Verbindung gebracht, die allerdings nie restlos aufgeklärt wurden.
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