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RTLNitro Mi. 15.11.
Film

Kill the Boss

Buchhalter Kurt (Jason Sudeikis, r.) muss sich nach dem Tod seines Seniorchefs mit dem korrupten und ständig zugekoksten Nachfolger Bobby Pellitt (Colin Farrell) herumschlagen. MG RTL D / Warner Bros. Ent.
Kurt (Jason Sudeikis, r.) muss hilflos mitansehen, wie Juniorchef Bobby (Colin Farrell) seinen Vater Jack (Donald Sutherland) schikaniert. MG RTL D / Warner Bros. Ent.
Der Büroangestellte Nick (Jason Bateman, l.) sieht sich den sadistischen Machtspielchen seines Chefs Dave Harken (Kevin Spacey) hilflos ausgeliefert... MG RTL D / Warner Bros. Ent.
Nick (Jason Bateman, M.) und Dale (Charlie Day, r.) versuchen ein Geständnis von Dave (Kevin Spacey) zu provozieren. Ihr Plan geht auf, doch leider ist Kurt mit dem Aufnahmegerät verschwunden... MG RTL D / Warner Bros. Ent.
V.l.: Kurt (Jason Sudeikis), Dale (Charlie Day) und Nick (Jason Bateman) werden von Harken bedroht, doch die Polizei ist schon unterwegs... MG RTL D / Warner Bros. Ent.
V.l.: Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) planen, sich ihrer unerträglichen Chefs zu entledigen. MG RTL D / Warner Bros. Ent.
V.l.: Dale (Charlie Day), Nick (Jason Bateman) und Kurt (Jason Sudeikis) sprechen mit Daves Frau Rhonda (Julie Bowen). MG RTL D / Warner Bros. Ent.
V.l.: Nick (Jason Bateman), Kurt (Jason Sudeikis) und Dale (Charlie Day) wollen sich ihrer Chefs entledigen und suchen Rat bei dem Ex-Knacki Dean 'Motherfucker' Jones (Jamie Foxx). MG RTL D / Warner Bros. Ent.
V.l.: Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) werden von der Polizei des Mordes an Pellit verdächtigt und auf das Präsidium gebracht. MG RTL D / Warner Bros. Ent.
Die Zahnärztin Dr. Julia Harris (Jennifer Aniston) stellt ihrem Zahnarzthelfer Dale mit eindeutigen Anspielungen nach, die in massiver sexueller Belästigung mündet. MG RTL D / Warner Bros. Ent.

Komödie USA 2011, 86′ - mit Jason Bateman, Steve Wiebe, Kevin Spacey, Jennifer Aniston, Lindsay Sloane, Michael Albala, Charlie Day

Kurzbeschreibung

Starbesetzte Komödie über drei schikanierte Angestellte, die ihre unausstehlichen Bosse ein für alle Mal los werden wollen. Mit dabei: Jason Bateman, Jason Sudeikis und Charlie Day als unglückliche Arbeitnehmer sowie Jennifer Aniston, Colin Farrell und Kevin Spacey als deren fiese Chefs.

Inhalt

Nick, Kurt und Dale sind drei unglückliche Angestellte, die unter ihren unausstehlichen Chefs zu leiden haben. Sie erleben ihre tägliche Plackerei inzwischen als derart unerträglich, dass es für sie nur noch eine Option gibt: Sie müssen ihre Bosse loswerden.

Weil sie sich eine Kündigung nicht leisten können, trinken sich die drei reichlich Mut an und lassen sich von einem aufdringlichen Ex-Knacki zu einem windigen Komplott überreden – auch wenn sich die Reputation ihres zweifelhaften Mentors quasi im freien Fall befindet.

Das Ergebnis ist ein komplizierter, angeblich todsicherer Plan, der sie ein für alle Mal von ihren Arbeitgebern befreien soll. Ein kleines Problem bleibt allerdings ungelöst: Selbst die besten Pläne sind nur so narrensicher wie die Köpfe, die sie sich ausgedacht haben…

Hintergrund

So haben Sie Kevin Spacey, Jennifer Aniston und Colin Farell noch nie gesehen. In der schwarzhumorigen Komödie um drei gefrustete Arbeitnehmer, die ihre Bosse loswerden wollen, spielen die Hollywood-Stars die kleinen, schrillen Rollen der gehassten Arbeitgeber. Schräg, derbe, schwungvoll und politisch höchst unkorrekt: Regisseur Seth Gordon ('Mein Schatz, unsere Familie und ich') gelang eine temporeiche und äußerst witzige Komödie um eine Gruppe von Verlierertypen, die den ultimativen Auftragsmord planen und dabei in allerlei Komplikationen und Verwicklungen geraten. Kevin Spacey: Seit seiner Kindheit galt Kevin Spaceys ganze Begeisterung der Bühne mit Rollen vom High-School-Theater bis zum Broadway. Seinen Durchbruch feierte er, als ihn Regisseur Johnathan Miller 1986 als Taugenichts und Sohn des verstorbenen Jack Lemmon in der Broadway-Produktion von Eugene O'Neills 'Long Days Journey Into Night' besetzte. Auf der großen Leinwand begeisterte er in Filmen wie 'Die üblichen Verdächtigen', als Serienkiller John Doe in David Finchers 'Sieben'. Er wirkte mit in 'L.A. Confidential', 'K-Pax', 'Schiffsmeldungen', 'Das Leben des David Gale' und 'American Beauty', 'Edison', 'Shrink', 'Männer, die auf Ziegen starren' und 'Kill the Boss' . Viele dieser Rollen brachten ihm Nominierungen und Auszeichnungen ein, einschließlich zweier Academy Awards als Bester Nebendarsteller für 'Die üblichen Verdächtigen' und Bester Schauspieler für 'American Beauty'. Colin Farrell: Geboren und aufgewachsen in Dublin träumte Colin James Farrell ursprünglich davon, in die Fußstapfen seines Vaters und Onkels zu treten und Profi-Kicker bei den Shamrock Rovers zu werden. Nach ersten Achtungserfolgen als Schauspieler holte Regisseur Joel Schumacher Farrell nach Hollywood und ließ ihn in dem Soldaten-Drama 'Tigerland' einen rebellischen Texaner spielen. Dafür kassierte der damals 24-jährige Newcomer außergewöhnliches Lob von Seiten der Kritiker und mehrere Preise als bester Darsteller. Mit 'Nicht auflegen' erfolgte der ganz große Durchbruch. Weitere Filme u.a.: 'Minority Report', 'S.W.A.T. - Die Spezialeinheit', 'Alexander'. Jamie Foxx: Für die Hauptrolle in 'Ray' wurde der Schauspieler 2005 mit dem 'Oscar' ausgezeichnet. Der 1967 in Texas geborene Foxx hat selbst für das 'Land der unbegrenzten Möglichkeiten' eine Traumkarriere hingelegt: Bereits in der Schule fiel Foxx durch seine Schlagfertigkeit auf. Nach Auftritten auf Kleinbühnen als Stand Up-Comedian wurde er mit Sketchen in der TV-Show 'In Living Color' landesweit ein Begriff. In diversen Serienauftritten und der eigenen 'Jamie Foxx Show' konnte er seine komische Begabung ausformen. Ein erster Durchbruch kam mit Oliver Stones Football-Thriller 'An jedem verdammten Sonntag'. Weg von komischen Rollen bewegte sich Foxx mit der Figur des Taxifahrers Max, der in Michael Manns Actiondrama 'Collateral' einen Killer von Auftrag zu Auftrag durch die Nacht fährt und dabei in ein tödliches Dilemma gerät. An der Seite von 'Nicht auflegen!'-Star Colin Farrell spielte Foxx in einer Kino-Neuauflage der Kultserie 'Miami Vice' den Polizeidetektiv Ricardo Tubbs.

Kritik

Witzig dank Top-Besetzung

Nicht umsonst wurde "Kill the Boss" im Vorfeld oft mit der Erfolgskomödie "Hangover" verglichen: Auch hier steht eine Gruppe bester Freunde im Mittelpunkt des Geschehens, die sich durch ihr ungeschicktes Handeln in immer verfahrenere und absurdere Situationen manövrieren – und ebenso wie in den beiden "Hangover"-Filmen werden ihre Erlebnisse mit einer guten Portion derbem Witz und politischer Unkorrektheit dargebracht.

Letztlich doch etwas harmloser als Todd Philipps Buddy-Movies angelegt, hat "Kill the Boss" allerdings mit einigen dramaturgischen Schwächen zu kämpfen: So wirkt bereits die Ausgangssituation des Protagonisten-Trios allzu konstruiert, im Rahmen des unglaubwürdigen Szenarios sollte man sich eine logische Story erst gar nicht erwarten – in ihrem Versuch, eine Handvoll absurder Erzählstränge voll deftigem Witz und überzeichneter Charakteren in eine halbwegs nachvollziehbare Handlung zu integrieren, wirkt die Inszenierung jedenfalls nicht immer stimmig.

Neben der etwas holprigen Erzählweise punktet der Film auch nicht gerade mit Originalität, schließlich kennt man die in "Kill the Boss" verarbeiteten Figuren und Situationen im Grunde so oder ähnlich schon aus zahlreichen anderen Komödien. Dennoch: Insgesamt vermag die Inszenierung von US-Regisseur Seth Gordon ("Mein Schatz, unsere Familie und ich") durchaus zu unterhalten – zum einen, weil Timing und Dynamik stimmen und die Story immer wieder mit pointiertem Dialogwitz aufwartet, zum anderen, weil die Charaktere gut besetzt wurden.

Zwar entpuppt sich gerade das Hauptdarsteller-Trio aus Jason Bateman, Jason Sudeikis und Charlie Day - trotz stimmiger Chemie und sympathischer Figurenzeichnung - als nur mäßig unterhaltsam, umso brillanter sind dafür die prominent besetzten Nebenrollen gestaltet: Ob Kevin Spacey als sadistisch-machtgeiler Bürochef, Colin Farrell als koksender, diskriminierender Jungunternehmer oder Jennifer Aniston als sexbesessene Zahnärztin: In der Ausgestaltung der unausstehlichen Vorgesetzten offenbart der Film seine wahren Stärken – und die trösten über so manche Schwäche durchaus hinweg. Unterm Strich ist "Kill the Boss" somit eine äußerst unterhaltsame und kurzweilige Komödie, die richtig Spaß machen kann.

Sendungsinfos

Darsteller: Jason Bateman, Steve Wiebe, Kevin Spacey, Jennifer Aniston, Lindsay Sloane, Michael Albala, Charlie Day, Jason Sudeikis, Colin Farrell, Jamie Foxx Regie: Seth Gordon Drehbuch: Michael Markowitz, John Francis Daley, Jonathan M. Goldstein Untertitel
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