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Mo 06.04.

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97:11
Freud intim DOKUMENTATION, F 2019
Wer Freuds Lebensgeschichte niederschreiben will, darf ihm nicht gehorchen, denn der Erforscher der Psyche sprach der Öffentlichkeit das Recht ab, mehr über seine persönlichen Verhältnisse, seine Kämpfe, Enttäuschungen und Erfolge zu erfahren.  Ein Biograf müsse lügen, beschönigen und gar sein eigenes Unverständnis verbergen, denn man könne die Wahrheit einer Biografie nicht besitzen, und besäße sie jemand, könnte er nicht darüber verfügen. David Teboul hat nicht gezögert, sich Freud zu widersetzen. Er zeichnet dieses Porträt anhand von dessen Briefwechsel, der sich als wichtigste Materie durch den Film zieht. Seine Korrespondenz weist Freud als einen der letzten großen Briefschreiber des Jahrhunderts aus. Er führte sogar ein Verzeichnis über seinen Briefwechsel und hielt fest, welche Briefe er schrieb, erhielt und erwartete. Korrespondenzen haben die europäische Kultur wesentlich geprägt; davon zeugen auch Freuds Briefe, in denen er die Entstehung und das Erstarken der psychoanalytischen Bewegung dokumentiert. Doch bei Freud gab es ein besonderes Bedürfnis, mit seinen Briefpartnern zu kommunizieren, in Kontakt zu bleiben und zu den anderen ein Band zu knüpfen, das es ihm gestattete, eine Beziehung zu pflegen, aber auch auf Abstand zu gehen. In diesem sehr persönlichen Porträt spricht Freud selbst im Präsens über sein Leben und Denken und tritt mit Zeitgenossen in Dialog. Er lässt den Zuschauer die Entstehung der Psychoanalyse ebenso miterleben wie auch seine Begeisterung und seinen Ehrgeiz, Enttäuschungen und Ernüchterungen. Durch freie Assoziation erfindet der Film Szenen aus Freuds Leben: Seine Begegnungen, Entdeckungen, Erfolge und Misserfolge werden als – oft traumartige – Reminiszenzen mit Gegenständen, Gesichtern, Stimmen, Landschaften, Menschengruppen und Einzelpersonen in Bezug gesetzt.In der französischen Fassung leihen berühmte französische Schauspieler Freud, seiner Tochter Anna und den anderen ihre Stimme: Matthieu Amalric als Freud, Isabelle Huppert als Anna, Catherine Deneuve in der Rolle von Freuds treuer Freundin und Lebensretterin Marie Bonaparte, Denis Podalydés, Jeanne Balibar, Sandrine Kiberlain…
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129:18
State Funeral DOKUMENTARFILM, NL 2019
Am 5. März 1953 starb Stalin nach langer Krankheit in seiner Datscha bei Moskau. Da man die Krankheit des „genialen Vaters“ und „großen Führers der Völker“ geheim gehalten hatte, traf die Nachricht das ganze Land überraschend. Die Regierung organisierte ein Staatsbegräbnis nie gekannten Ausmaßes: den „großen Abschied“. Die Gedenkfeierlichkeiten wurden im März 1953 auf vier Tage angesetzt, um Millionen von Sowjetbürgern die Gelegenheit zu geben, dem als „unsterblich“ geltenden Stalin die letzte Ehre zu erweisen. All diese Beileidsbekundungen wurden dokumentiert, gefilmt und das Material im Russischen Staatlichen Film- und Fotoarchiv in Krasnogorsk aufbewahrt. Aus diesem bis dahin kaum gesichteten Archivmaterial gestaltete Sergei Loznitsa einen Essayfilm über den exzessiven Personenkult um Stalin, der bei den Trauerfeiern zum Ausdruck kam. Das Großereignis überschattete alles: So wurde der Tod des damals in der UdSSR sehr beliebten Komponisten Sergej Prokofjew, der am selben Tag wie Stalin verstorben war, erst zwei Tage später bekannt gegeben, da man fürchtete, die Nachricht könne vom Staatsbegräbnis ablenken. Auf den Straßen Moskaus kam es unter den Massen von Trauernden, die sich von dem aufgebahrten Stalin verabschieden wollten, zu einer Massenpanik, bei der Hunderte von Menschen zu Tode getrampelt wurden. Für seinen Film hat Sergei Loznitsa Filmmaterial restauriert und die Tonspur sorgfältig bearbeitet; so vermittelt er dem Zuschauer einen realitätsnahen Eindruck von der Monumentalität der Zeremonie, die die Herrschaft der Machthaber über die Massen zum Ausdruck bringt. Das große Schauspiel um Stalins Tod erfährt vor dem Hintergrund des zunehmenden Personenkults in der politischen Wirklichkeit wieder eine erstaunliche Aktualität.
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29:51
ARD extra ZEITGESCHEHEN Die Corona-Lage (mit Gebärdensprache)
"ARD extra" informiert über die aktuellen Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie. Im Interview: Österreichs Bundeskanzler Kurz zur Maskenpflicht und Virologin Prof. Ulrike Protzer zur Situation in Alten- und Pflegeheimen. Die Sondersendung wird moderiert von Christian Nitsche.
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45:21
ZDF spezial ZEITGESCHEHEN Corona-Krise in Deutschland
Eine neue Woche in der Corona-Krise, und immer noch viele Fragen: Wird in Deutschland genug getestet? Wie werden Pflegeheime mit Schutzmaterial ausgestattet?
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43:00
An den Ufern des Nil LAND UND LEUTE Zwischen Luxor und Wüste, D 2016
Über Jahrtausende hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar, hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Neue Abhängigkeiten sind entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Naqada stellen Töpfereien seit 5.000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her. Die Nachfrage ist groß, denn die speziellen Wasserkrüge aus Ton sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden. Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.
11.04.
An den Ufern des Nil LAND UND LEUTE Zwischen Luxor und Wüste, D 2016
ORF III Doku
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1:33
Mit Toni Faber durch den Stephansdom KIRCHE UND RELIGION (Folge: 1)
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2:10
Wissen vor acht - Zukunft WISSENSCHAFT Häuser essen Smog auf
Die Luft in Großstädten ist oft alles andere als rein. Lösungsansätze könnten Häuser bieten: Wieso nicht einen Wald als Fassade pflanzen und Putz erfinden, der Smog absorbiert? Anja Reschke stellt die Ideen der Forscher vor.
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43:00
An den Ufern des Nil LAND UND LEUTE Zwischen Assuan und Luxor, D 2016
Eine Reise entlang des Nils ist die Reise zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen. Auf der Nil-Insel Elephantine erforschen Archäologen die Monumente aus der Pharaonenzeit. Dort lag der Umschlagplatz von Gold und Elfenbein für die Herrscher Altägyptens. Der berühmte Nilometer maß die Höhe der alljährlichen Nilflut. Heute erscheint manchen die Zukunft am großen Strom voller Chancen – wie etwa dem "Mangokönig" Hak Hussein, der sogar bis nach Europa exportiert. Andere sehen in der neuen Zeit gefährliche Verlockungen und fühlen ihre Existenz bedroht – wie der Flussschiffer Mahmud, dessen hölzerner Segelkahn nicht mehr konkurrenzfähig ist. An exotischen Plätzen wie dem Kamelsouk von Daraw scheint die Zeit hingegen stehengeblieben zu sein. Der Ort wirkt wie aus "1001 Nacht". Seit Jahrhunderten treiben auf dem Markt ausschließlich Männer Handel. Dabei haben sie aber den Weltmarkt fest im Blick und nutzen selbstverständlich modernste Technik. Hoch hinaus will auch der Unternehmer Mohammed. Er lässt in Luxor allmorgendlich Heißluftballons mit Touristen über dem Tal der Könige aufsteigen, wenn es die Wind- und die politischen Verhältnisse erlauben.
11.04.
An den Ufern des Nil LAND UND LEUTE Zwischen Assuan und Luxor, D 2016
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26:12
Auf dem Jakobsweg DOKU-REIHE Der harte Weg über die Pyrenäen (Folge: 1), D 2019
Im beschaulichen Örtchen Saint-Jean-Pied-de-Port im französischen Baskenland, dem Ausgangspunkt des Camino Francés, treffen drei Frauen, zwei Männer und ein Hund in einer Herberge zum ersten Mal aufeinander. Nach dem ersten Beschnuppern und letzten Tipps des Herbergsvaters beginnt das Abenteuer am nächsten Morgen gleich mit einem steilen Anstieg über den Ibañeta-Pass. Die Pilgertruppe ist bunt gemischt, jeder hat eine andere Motivation und verschiedene Ziele. Carsten will sich, nach der Krebsdiagnose vor ein paar Monaten, nun endlich den Traum vom Jakobsweg erfüllen. Monika, die zum ersten Mal ohne ihre Familie auf Reisen ist, möchte den Weg nutzen, um sich mit dem Verlust ihrer Mutter auseinanderzusetzen. Die erste Nacht verbringt die Gruppe in einem Augustinerkloster in Roncesvalles. Von Mönchsgesängen geweckt, brechen sie schon früh am Morgen wieder auf. Auf dem Weg nach Estella sammeln sie in den historischen Kapellen und Kirchen neben den begehrten Pilgerstempeln auch erste emotionale Momente. Ein beginnender Ausbruch aus gewohnten Mustern und Komfortzonen ist erkennbar. Körper und Geist gewöhnen sich langsam an mühsame Auf- und Abstiege, Pilgerherbergen und unzählige Relikte am Wegesrand. Schließlich lassen sie die Pyrenäen hinter sich. Sie besuchen ein geschichtsträchtiges Café in Pamplona und erleben die spezielle Energie der romanischen Kirche Santa María de Eunate, zu der es einige Legenden gibt. In der ersten Woche pilgert die Gruppe in sieben Etappen hundert Kilometer über die französischen Pyrenäen in die spanische Region Navarra.
15.04.
Auf dem Jakobsweg DOKU-REIHE Der harte Weg über die Pyrenäen (Folge: 1), D 2019
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23:11
Tiere als Lichtblick - Der Pfarrer und die lieben Tiere TIERE
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43:14
Märkte - Im Bauch von Freiburg DOKUMENTATION Der Münstermarkt, I 2015
Freiburg im Breisgau gilt als die "grüne" Stadt Deutschlands. Rund um die imposante gotische Kathedrale befindet sich der Münstermarkt, auf dem heimische Lebensmittel angeboten werden. An sechs Tagen in der Woche kommen jeden Morgen die Bauern aus dem Schwarzwald und bringen ihre fangfrischen Forellen und aromatischen Kräuterpestos, ihre frischen Waldbeeren und den weltberühmten Räucherschinken in die Stadt. Andere Anbieter fahren aus dem nahegelegenen Kaiserstuhl heran, an dessen Hängen aufgrund eines milden Klimas einer der berühmtesten Weißweine Deutschlands angebaut wird und wo der bei Genießern beliebte weiße Spargel sprießt. Schon von weitem erreicht einen der Duft von Currysoße und Röstaromen – und auf dem Rost grillt die berühmte Freiburger Münstermarkt-Wurst vor sich hin. Kaum ein Martkbummler kann diesem Versprechen nach bester Fleischeslust widerstehen. Denn die Kunden, die den zauberhaften Freiluftmarkt besuchen, wissen, dass "wir sind, was wir essen".
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52:23
360° Geo Reportage REPORTAGE David und die Komodowarane, D 2015
Seit mehr als 30 Jahren ist David Robert Hau Chef-Ranger im Nationalpark Komodo. Keiner kennt die Insel und seine Bewohner – die riesig großen, drachenähnlichen Komodowarane – so gut wie er. David ist der einzige Ranger, der selbst in die entlegensten Winkel des Parks vordringt und auch andere gefährliche Tiere wie die Javanische Speikobra aufspürt. Ein Kreuzfahrtschiff verlässt Komodo. In den letzten Jahren ist die indonesische Insel zunehmend beliebter bei Tourismusveranstaltern geworden. Eine Win-win-Situation: Die Komodowarane garantieren Nervenkitzel bei den Besuchern aus aller Welt. Die dadurch eingenommenen Gelder ermöglichen sowohl dem Nationalpark als auch den Einheimischen, die vom Souvenirverkauf leben, ein gutes Auskommen. Bedingung ist, dass weder die Natur noch die Tiere gestört werden. Um das zu gewährleisten, sind die Nationalparkhüter im Einsatz. Chef-Ranger David Hau hat viel zu tun. Seit über 30 Jahren kontrolliert er die Bestände nicht nur der Riesenechsen, sondern auch anderer einheimischer Arten wie etwa der blauen Weißlippenbambusotter. Im Laufe der Jahre hat er sich so einen einmaligen Wissensschatz über das Verhalten und den Charakter der Tiere angeeignet, der ihm nun zugutekommt. Bei über tausend Passagieren pro Kreuzfahrtschiff können es die Ranger nicht dem Zufall überlassen, ob die Touristen die Warane sehen. Dies ist aber nötig, um ihnen das Aha-Erlebnis zu bieten. Folglich müssen David und sein Team die imposanten Tiere an einen speziellen Platz locken, wo sie jedoch nicht mit den Menschen aneinandergeraten dürfen. Denn auf den anderen Inseln gab es schon tödliche Bisse. Eine nicht immer einfache Gratwanderung.
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13:37
Can Can und Champagner - Das Moulin Rouge AUSLANDSREPORTAGE
Das Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.
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30:05
ZDF.reportage REPORTAGE Mit Herz und Verstand - Wie Deutschland gegen das Virus kämpft, D 2020
Kontaktverbote, Abstandsregeln, zu Hause bleiben - das Virus legt unser Leben nahezu lahm. Doch die Maßnahmen gegen die Virus-Welle laufen auf Hochtouren, unterstützt von vielen Freiwilligen.
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52:55
Ebola - Das Virus überleben DOKUMENTATION, D 2016
Der Film geht der Frage nach, welche Spuren der verheerende Ebola-Ausbruch in Liberia hinterlässt, und er dokumentiert insbesondere dessen gesellschaftliche Auswirkungen. Das Gesundheitssystem des Landes ist schwer in Mitleidenschaft gezogen, in den Städten und Dörfern greifen Angst und Misstrauen um sich. So wird zum Beispiel der Familienvater Stanley Juah, der Ebola in sein Dorf brachte, nun für den Tod von 14 Menschen verantwortlich gemacht – seine letzte Hoffnung ruht auf einem Pastor, der zu vermitteln versucht und die Dorfgemeinschaft um Vergebung für Juah bittet. Auch Helfer wie die Ambulanzkrankenschwester Mabel Musa verzweifeln mitunter an ihrer gefährlichen Arbeit. Musa bekommt unmittelbar mit, wie ihr Land beginnt, an der Epidemie zu zerbrechen – aber sie sieht auch Möglichkeiten, die gravierenden Folgen zu überwinden und das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft wiederherzustellen. In der Krise sind es neben den internationalen Helfern vor allem die Einheimischen, die wichtige Arbeit vor Ort leisten, da sie das Land und seine Traditionen kennen. Filmemacher Carl Gierstorfer und sein Team waren während des Ebola-Ausbruchs im ländlichen Liberia unterwegs, um die Arbeit der Helfer vor Ort, die Probleme bei der Bekämpfung der Epidemie und die Nachbeben des Ausbruchs festzuhalten. Es war ihm vor allem wichtig, die für die einfache Bevölkerung entstehenden Konsequenzen zu veranschaulichen. So werden nicht nur die Maßnahmen beschrieben, die für einen schnellen Sieg gegen Ebola nötig wären, sondern es wird vor allem auch ein Eindruck davon vermittelt, was die Epidemie den Menschen bis heute abverlangt.
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52:22
Filmstar mit Charakter - Simone Signoret KÜNSTLERINNENPORTRÄT, F 2019
Sie war mehr als nur ein schönes Gesicht auf der Kinoleinwand, sie war ein Stück Frankreich: Simone Signoret. Unter dem Namen Simone Kaminker wurde die Tochter einer Französin und eines Polen jüdischer Herkunft am 25. März 1921 in Wiesbaden geboren. Ihr Plan, in Paris Jura zu studieren, scheiterte an den Kriegswirren. Nach Bürotätigkeiten begann sie ihre Karriere als Komparsin – bis zu ihrem Durchbruch 1950 mit Max Ophüls‘ Film „Der Reigen“. Rund 50 Filme realisierte sie in 40 Jahren, darunter die „Die Teuflischen“, „Die Katze“ oder „Goldhelm“. Ein wesentlicher Grund ihres Erfolgs war, dass Signoret sich den Luxus leistete, nur die Rollen zu spielen, die ihr wirklich zusagten. „Ich will tun, was mir gefällt. Und alles lassen, was mich langweilt und anödet. Aber das gilt nicht nur für die Karriere, das gilt für das ganze Leben“, sagte sie. Als ein Höhepunkt ihrer Karriere gilt der Film „Der Weg nach oben“, für den sie den Oscar erhielt, den Darstellerpreis von Cannes sowie den Preis der deutschen Filmkritik. Entschlossen verweigerte sie sich dem Hochglanzimage der Filmwelt. Noch in den 70er Jahren spielte sie in zahlreichen Filmen, unter denen vor allem „Madame Rosa“ hervorragt. Darin spielt sie eine alternde ehemalige Prostituierte, die in einem schäbigen Pariser Mietshaus verlassene Kinder von anderen Dirnen betreut. Kaum eine andere Darstellerin bekannte sich so zum Älterwerden wie sie. Im französischen Kino stand sie für eine bestimmte authentische Art, Frauen zu filmen. Sie hat nie versucht, die Spuren vergehender Schönheit zu konservieren. Gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Yves Montand gehörte Signoret lange zu den kommunistischen Linksintellektuellen und dem Kreis um den Philosophen Jean-Paul Sartre und sympathisierte eine Zeitlang mit der KP. „Im Film wie in der Wirklichkeit stand sie als Kämpferin gegen die Verletzung der Menschenrechte unter allen Regimen stets an der Spitze“, würdigte der ehemalige französische Kulturminister Jack Lang Signorets politisches Engagement. Wegen ihrer herzlich-rauen Art wurde Signoret auch die „Löwin“ genannt. Ein Beiname, den ihr wohl ihre Kämpfernatur eingebracht hatte. Nie waren ihre Rollen gekünstelt, sie spielte immer sich selbst: „Eines Tages habe ich zwischen liebreizend und interessant gewählt und mich für interessant entschieden“, sagte sie.
25.04.
Filmstar mit Charakter - Simone Signoret KÜNSTLERINNENPORTRÄT, F 2019
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