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MDR So. 14.01.
Doku

Straße der Achttausender

Von Tibet nach Sikkim

Landschaftsbild 43′

Inhalt

Die Straße der Achttausender ist eine Linie der Sehnsucht, einmalig auf der Welt: Darin reihen sich die 14 höchsten Berge des Planeten zu einer imaginären Kette auf. Zehn der imposanten Gipfel liegen im Himalaja, vier im angrenzenden Gebirge Karakorum. Sie verteilen sich auf die Länder Indien, Nepal, Pakistan und China mit dessen autonomen Provinzen Tibet und Xinjiang. Die Route zu bereisen, ist nicht einfach: Indien verlangt Sondergenehmigungen für das Sperrgebiet am Kanchenjunga. Tibet ist über weite Teile des Jahres für Fremde geschlossen. Jedes Außenministerium warnt vor Reisen zu den pakistanischen Achttausendern. Doch die Mühe lohnt sich. Im Laufe der Reise wechseln sich Völker, Sprachen, Speisen und Rituale, Tempel und Klöster, Moscheen und Kultstätten, Sadhu-Pilger und Sufi-Musiker, subtropische Gegenden und wüstenartige Unwirklichkeit, große Hitze und extreme Kälte ab. Im zweiten Teil der Reise entlang der höchsten Berge der Welt nähert sich die Filmexpedition nach über 2.500 Kilometern durch Pakistan und China wieder den höchsten Bergen der Erde und damit Tibet. Über Gyantse und Shigatse erreicht sie das Basislager des Mount Everest, der in Tibet Chomolungma heißt, und zeltet auf 5.300 Meter am Rongbuk-Kloster, dem höchstgelegenen buddhistischen Kloster der Welt. Die Mönche und Nonnen halten extra für die Besucher eine Puja ab und beten für deren weiteres Reiseglück, während sich der höchste Berg der Welt in immer anderen Facetten und Gesichtern präsentiert. Sehr beschwerlich und voller Kontrollen ist die Weiterreise nach Lhasa. Immer noch ist der Potala ein heiliger Pilgerort des tibetischen Buddhismus und früherer Regierungssitz der Dalai Lamas. Rundherum hat sich jedoch das moderne China etabliert mit Steakhäusern, chinesischen Hochzeiten, gleichsam einem "buddhistischen Disneyland". Über die Friendship-Road führt der weitere Reiseweg zu den Basislagern der Achttausender Cho Oyu und Shisha Pagma nach Nepal, welche das Filmteam vor den schrecklichen Erdbeben von 2015 erreicht. Hier erlebt es das Miteinander von Hinduismus und Buddhismus, trifft eine junge einheimische Bergsteigerin, die vom Gipfelglück auf den Achttausendern berichtet, und besucht im Kathmandutal ein Heim für Kinder, die Opfer von Missbrauch geworden sind. Im heiligen Tempel Pashupatinath erlebt das Filmteam Leichenverbrennungen und in sehr offener Weise den Umgang mit Tod und Vergänglichkeit. Auf dem Weg in die hohen Berge besucht es das Reich der Gurkhas, welches später besonders von dem Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen werden wird, und lernt einen Gurkha-Soldaten kennen, der sein ganzes Leben als Söldner in der britischen Armee verbracht hat. In Pokhara lebt Alexander Maximov. Er hat sich auf Ultralight-Flüge vor dem Massiv von Dhaulagiri, Manaslu und Annapurna spezialisiert und nimmt die Reisenden auf einen seiner abenteuerlichen Flüge mit. Durch den Chitwan-Nationalpark mit seinen seltenen Krokodilarten und Panzernashörnern geht der Weg nach Sikkim zu dem dritthöchsten Gipfel der Welt, dem Kangchendzönga. Der abenteuerliche Aufstieg im Regen führt durch Rhododendrenwälder und drei Klimazonen. Am Fuße des Achttausenders liegt Darjeeling, Heimat des legendären Tees.

Sendungsinfos

Von: Hajo Bergmann Stereo
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