Damals in Ostpreußen

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Damals in Ostpreußen

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Dokumentarfilm

Das alte Ostpreußen. Grandiose Landschaften und Ostseestrände, Trakehner Pferde und der sinnbildliche Elch. Die Menschen aus dem Deutschen Reich kennen die Region als Sommerfrische. Wer es sich leisten kann, fährt mit dem "Seedienst" ans Frische Haff oder an die Kurische Nehrung. Und die Politik verklärt Ostpreußen zum Bollwerk, zum Vorposten des Deutschen Reiches im Osten. Ostpreußen ist seit dem Versailler Vertrag durch den sogenannten polnischen Korridor vom Reich getrennt. Das schürt Ressentiments gegen den polnischen Nachbarn. Ostpreußen - ein Land der Gegensätze. Ein Agrarland, das für die meisten nur ein karges Dasein bieten kann. Daran ändern auch finanzielle Strukturhilfen der Weimarer Republik nichts - zumal sich Bauernfunktionäre die Gelder in die eigene Tasche stecken. Die Kleinbauern gehen oft leer aus. Ganz anders lebt der ostpreußische Adel. Nirgendwo sind die Gutshöfe prächtiger, die Ländereien weitläufiger und der Standesdünkel ausgeprägter. "Ich lebte in einer fest gefügten Welt, ich kannte es nicht anders", erinnert sich Hans Graf zu Dohna, Spross eines der ältesten Adelsgeschlechter in Ostpreußen. Es lebt aber noch ein Stück Toleranz. Die masurische Sprache, der polnischen sehr ähnlich, wird gepflegt, Königsberg ist immer noch ein geistiges Zentrum. Doch die Menschen wenden sich einem neuen Propheten zu: Adolf Hitler. Die Nationalsozialisten versprechen die "nationale Auferstehung", schüren den Frust über die Demokratie. Mit Erfolg: Bei den Wahlen 1932 ist Ostpreußen eine Hochburg der NSDAP. Der Nationalsozialismus nimmt Ostpreußen im Sturm. Die verarmten Bauern versprechen sich Hilfe. Aber auch der Adel schlägt sich in der Mehrheit auf die Seite von Adolf Hitler. Ostpreußen gerät in den Sog von Terror und Krieg. 1938 brennt die Königsberger Synagoge. Regimegegner werden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. In Ostpreußen herrscht Gauleiter Erich Koch - ein Hitler im Provinzformat. Er verkündet feierlich den "Ostpreußenplan", lässt Straßen bauen, und sogar ein Stück Autobahn erreicht die ferne Provinz. Ein eigener Gauleiter-Kult entsteht. Sommer 1939. Die Provinz wird zum Aufmarschgebiet für den Polenfeldzug. Nach dem Angriff verschwindet der "Korridor". Größere Teile Polens werden Ostpreußen zugeschlagen. Eine Million Polen, darunter viele Juden, kommen unter die Zwangsherrschaft des ostpreußischen Gauleiters. Darunter Genia, eine junge Zwangsarbeiterin aus Polen, die bei Familie Donder in der Landwirtschaft hilft. Günther Donder erinnert sich: "Eines Tages kam Genia aus dem Dorf in Tränen aufgelöst und sagte: 'Jemand hat mir ins Gesicht geschlagen!' - 'Weshalb'? - 'Weil ich kein P getragen habe!'" Mit dem "P" mussten sich polnische Zwangsarbeiter kennzeichnen. Genia wird später in eine der Munitionsfabriken des Reiches deportiert, wo sie bis Kriegsende schuftet. Aus der Wolfsschanze bei Rastenburg plant Hitler auch seinen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Mit der militärischen Wende im Osten wächst die Gefahr für die Zivilbevölkerung in Ostpreußen. "Wir waren jung und wollten unser Leben genießen. Tanz auf dem Vulkan, das Gefühl hatte man. Doch dann sahen wir die ersten Flüchtlingszüge. Wir haben uns nur in die Augen geblickt: Was wird noch kommen?" Gisela Hannig erlebt so den Sommer 1944. Die Rote Armee steht an den Grenzen. Doch Ostpreußen ist sicher, tönt die NS-Propaganda. Im August wird Theo Nicolai mit anderen Königsberger Hitlerjungen zu militärisch sinnlosen Schanzarbeiten an den "Erich-Koch-Wall" abkommandiert. Ende August dringen die ersten Nachrichten von der Bombardierung Königsbergs durch, für Theo Nicolai bricht eine Welt zusammen: Sein Elternhaus ist völlig zerstört. "Wir haben Wind gesät und Sturm geerntet. Es war leider so", sagt Nicolai rückblickend. Die Legende vom "sicheren Ostpreußen" bricht in sich zusammen. Es folgt die größte Massenflucht der Geschichte. Mitte Januar beginnt die Rote Armee ihre Offensive. Mehr als 1,5 Millionen Soldaten überrollen das Land. Die Menschen fliehen in Panik an die Ostsee, in verstopfte Häfen und auf überfüllte Schiffe. Von 2,5 Millionen Ostpreußen sind zwei Millionen auf der Flucht. Hunderttausende sterben im Eis, im Geschützhagel, im Tieffliegerfeuer. Wer lebend zurückbleibt, muss sich einem neuen Überlebenskampf stellen. Irmgard Schneiderat wird auf der Flucht eingeholt und von Soldaten vergewaltigt. Andere Frauen helfen ihr. "Sie haben mich wahrscheinlich weinen und jammern gehört. Sie h
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In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte

In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte - Herausforderungen

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Ostpreußen

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MDR Doku
Glaubwürdig KIRCHE UND RELIGION
Die Reihe porträtiert Menschen, die sich nach christlichem Leitbild für andere engagieren oder schon Außergewöhnliches durchlebt haben. Begleitet werden sie dabei bei ihrem ganz gewöhnlichen Alltag.
MDR Doku
Wenn Mütter trauern - Leben nach dem Unfalltod DOKUMENTATION
Vaja Marcone verlor 2011 ihren Sohn Guiseppe (22), als er einer Schlägerei ausweichen wollte und auf dem Berliner Kaiserdamm in ein Auto lief. Fabienne Martini (21) wurde im Januar 2018 getötet, als ihr Auto nahe dem Tunnel am Alexanderplatz von einem Einsatzfahrzeug der Polizei gerammt wurde und sie noch am Unfallort verstarb. Noch immer müssen Britta und Christian Martini, ihre Eltern, auf einen klärenden Gerichtsprozess warten. Johanna Hahn stand mit ihrem Fahrrad an einer Kreuzung in Berlin-Charlottenburg, als eine von Zivilstreifen verfolgte Diebesbande bei Rot über die Kreuzung raste. Sie war sofort tot, niemand konnte mehr helfen. Die Mutter Susanne versucht zur Zeit, bei einer Reha in der Nähe von Berlin Hilfe bei ihrer Trauer zu bekommen, nachdem der Prozess gegen den Todesfahrer, an dem sie jeden Tag teilnahm, vor dem Berliner Landgericht mit einer lebenslangen Haftstrafe zu Ende ging. Drei Mütter, die sich inzwischen auch kennen, geeint durch den so frühen und tragischen Tod ihrer Kinder. Jede trauert auf ihre Weise und sie lassen die Kamera daran teilhaben. Die emotionale Reportage ermöglicht sehr persönliche und unterschiedliche Einblicke in das Leben nach einem Verlust.
MDR Doku
Wieder schwanger - und jetzt? GESELLSCHAFT UND SOZIALES Mein Familientagebuch
Seit ihrer Geburt begleitet Tabea Hosche das Leben ihrer Tochter Uma mit der Kamera. Uma ist geistig beeinträchtigt, schwerhörig, hat Epilepsie und eine schwere Sprachentwicklungsstörung. "Es hat lange gedauert, bis mein Mann und ich so was wie einen Alltag zustande bekommen haben", sagt Tabea Hosche. Viel Zeit hat die Familie in den ersten Jahren im Krankenhaus verbracht. Uma musste mehrfach operiert werden, wurde mühsam auf Medikamente eingestellt. Dann kam Umas Schwester Ebba zur Welt - gesund. "Sie war ein Musskind. Augen zu und durch", so die Mutter. Bei ihr konnten sie und ihr Mann nicht anders, als in der Schwangerschaft darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird. Zu stark war der Wunsch nach einer größeren Familie. Mittlerweile ist Uma ein Schulkind und zur drei Jahre jüngeren Schwester Ebba ist eine besondere Schwesternbeziehung entstanden. Eigentlich sei die Zeit nun reif, findet das Paar, sich den Herzenswunsch nach einem dritten Kind zu erfüllen. Doch diesmal ist die Angst da: Wie würden sie mit Auffälligkeiten oder Anzeichen für eine Fehlentwicklung umgehen? Kann ihnen die Pränataldiagnostik helfen oder führt sie zu noch mehr Unwägbarkeiten? Wäre Abtreibung denkbar? Woher den Mut nehmen, sich ohne Garantien auf dieses Abenteuer einzulassen? Der Vater möchte im Falle einer weiteren Schwangerschaft größtmögliche Sicherheit, will die medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen. Die Mutter möchte am liebsten gar nichts über die Entwicklung des Kindes im Mutterleib erfahren, um nicht vor eine Entscheidung gestellt zu werden, ob noch ein behindertes Kind für die Familie tragbar wäre. Das Risiko, wieder ein behindertes Kind zu bekommen, ist zwar nicht höher als bei anderen Paaren mit 39 Jahren - aber wenn es einen bereits einmal getroffen hat, bleibt das Urvertrauen angekratzt. Wollen sie das Glück noch einmal herausfordern oder begraben sie ihren Traum von einem weiteren Kind?
MDR Doku
MDR Garten PFLANZEN
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
MDR Doku
Unser Dorf hat Wochenende DOKUMENTATION Lobsdorf
MDR Doku
Ein Jahr auf Kihnu in Estland DOKUMENTATION Leben zwischen Leichtigkeit und Schwermut
Eine Frau im rotgestreiften Rock knattert auf einem alten Moped mit Seitenwagen vorüber. "Wenn du einen Rock wie diesen siehst, dann bist du auf Kihnu", sagt sie. Auf der kleinen Insel in der Rigaer Bucht leben 400 Esten nach alten Regeln, die von Frauen geprägt und an ihre Kinder weitergegeben wurden. An den Farben der Röcke kann man erkennen, ob die Frauen glücklich oder traurig sind. Das Leben auf Kihnu wurde Jahrhunderte lang geprägt durch Abgeschiedenheit und die Abwesenheit der Ehemänner. Diese sind Seeleute oder Fischer und mehr auf dem Wasser als an Land. Die Frauen sind zuständig für Haushalt, Ernte, familiäre Angelegenheiten. Kihnu hat einen eigenen Dialekt, die "Kihnu-Sprache". Frauen und Mädchen tragen bunte Wollröcke und halten sich an einen Farbkodex, der die jeweilige Lebenssituation symbolisiert. Die hiesigen Traditionen stehen unter dem UNESCO-Schutz für immaterielles Kulturerbe. Mare ist 41 Jahre alt, Mutter von vier Kindern und auf Kihnu groß geworden. Sie hat ein paar Gästezimmer und versucht damit den Balanceakt zwischen Traditionen bei gleichzeitiger Öffnung für den Tourismus. Ihr Ehemann Olavi arbeitet auf einem Frachtschiff. Tochter Anni spielt Akkordeon und Geige. Sie wird mit rotem Rock und Kopftuch groß und lernt die hiesigen Volkstänze in der Schule. Anni will auch in Zukunft auf Kihnu leben und möchte deswegen einen Jungen von der Insel heiraten. Autorin Julia Finkernagel hat auf Kihnu das Ringen von Jungen und Alten um den Erhalt ihrer kulturellen Identität und deren Vereinbarkeit mit modernen Entwicklungen im Verlaufe eines Jahres beobachtet.
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MDR aktuell NACHRICHTEN
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
MDR Film
Die Olsenbande fährt nach Jütland GAUNERKOMÖDIE, DK 1971
Kaum ist der clevere Ganove Egon Olsen aus der Haft entlassen worden, da plant er mit seinen Komplizen Benny und Kjeld schon den nächsten Coup. In einem verlassenen Bunker der Deutschen Wehrmacht auf Jütland sucht das Trio nach einem Goldschatz. Dabei kommen die drei dem dänischen Militär in die Quere.
MDR Film
Die Würchwitzer Olsenbande auf der Suche nach dem Bernsteinzimmer KURZFILM, D 2008
Die Würchwitzer Olsenbande will ein Geheimnis lüften, das seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges Forscher, Schatzsucher und Glücksritter in Atem hält. Mit Weltraumtechnik, unbändigem Tatendrang und einem genialen Plan wollen die drei Kleinganoven nun endlich ihre erste Million erbeuten. Zu Land, in der Luft und tief im Inneren der Erde machen sich Egon, Benny und Kjeld auf die Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer.
MDR Show
Riverboat TALKSHOW
Die MDR-Talkshow aus Leipzig
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Henne, Cohrs & Co COMEDYSHOW
Fernsehen ist die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. Mit nichts verbringen sie mehr Zeit als mit der Flimmerkiste. Zeit, sich dem Phänomen auf humorvolle Weise zu nähern. Moderator Volker "Zack" Michalowski weiß, dass es sowohl vor als auch hinter der Kamera sehr lustig zugehen kann. Eberhard Cohrs, Helga Hahnemann und auch Heinz Rennhack belegen diese These. Wen es bei dem tollen Frühlingswetter in seinen Kleingarten zieht, der dürfte dank der humorigen Seite dieser Freizeitbeschäftigung auf seine Kosten kommen. Selten wurde die Frage nach einem Haufen irgendwo im Garten so herrlich beantwortet wie bei Herricht und Preil. Und dann ist ja noch die Sache mit der langen Leitung. Egal ob "Fass dich kurz" oder Quasselstrippe am Telefon - darüber lässt sich mit Walter Plathe und Marianne Wünscher immer wieder lachen. Außerdem mit dabei: Marianne Kiefer und Bobby Bölke, die drei Dialektiker, Rudi Carrell und Wolfgang Stumph.
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Elefant, Tiger & Co. TIERE (Folge: 883)
Geschichten aus dem Leipziger Zoo
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MDR Serien
In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte KRANKENHAUSSERIE Herausforderungen (Staffel: 6 Folge: 214), D 2020
Der Ableger der Serie "In aller Freundschaft" dreht sich um den Alltag im Erfurter Johannes-Thal-Klinikum. Die Beziehungen zwischen den Ärzten stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Schicksale der Patienten.
MDR Serien
In aller Freundschaft ARZTSERIE In bester Gesellschaft (Staffel: 21 Folge: 833), D 2018
Die seit 1998 ausgestrahlte Arztserie handelt vom Alltag in der fiktiven Leipziger "Sachsenklinik". Die Beziehungen zwischen den Ärzten stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die bewegenden Schicksale der Patienten.
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Brisant BOULEVARDMAGAZIN
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
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Wetter für 3 WETTERBERICHT
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
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Unser Sandmännchen GUTE-NACHT-GESCHICHTE
Fuchs und Elster Frau Elster irrt sich
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MDR SACHSENSPIEGEL REGIONALMAGAZIN
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
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das MDR-Wetter WETTERBERICHT
Ganz egal ob es regnet, stürmt oder schneit, die Wetterfrösche vom MDR stehen ihnen jederzeit zur Verfügung und lassen Sie wissen, ob Strickpullover und Regenschirm heute im Schrank bleiben dürfen.
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Kripo live RECHT UND KRIMINALITÄT
Auch in Mitteldeutschland gibt es Bösewichte! Denen geht es allerdings schon seit 1992 per TV an den Kragen. Mithilfe der Zuschauer wurden seitdem schon einige Verbrecher dingfest gemacht.
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Ostpreußen DOKUMENTATION
Ostpreußen: das versunkene Land zwischen den Flüssen Weichsel und Memel. Es ist ein Kapitel deutscher Geschichte, das von einer Kulturlandschaft erzählt, in der Deutsche, Polen, Masuren, Juden, Russen und Litauer miteinander lebten. Als diese gemeinsame Identität zerstört wurde, ging dieses Land unter und verschwand. Heute ist die Landschaft durch Landesgrenzen geteilt. Eine neue Form des Zusammenlebens ist entstanden. Im Zentrum steht aber nach wie vor die Beziehung zwischen dem Menschen und der Traumlandschaft mit einzigartiger Natur. Riesige Dünen, kleine Fischerdörfer, gigantische Ordensburgen aus roten Ziegeln, zahllose Seen und unendliche Wälder, in denen sogar noch Wildpferde leben, ziehen heute Besucher in ihren Bann. Axel Bulthaupt begibt sich in seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise durch das ehemalige Ostpreußen. Er erlebt eine Landschaft mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Bernsteinsammler und Segler, Graffitikünstler und Schneckenzüchter, Ranger und Restauratoren, Vogelfänger und Burgenbauer. Sie alle erzählen von ihrem Leben und was dieses Land, ihre Heimat, so einzigartig macht. Er ist dabei, wenn die kürzeste Nacht des Jahres mit üppigen Festen gefeiert wird, erlebt die mystische Schönheit der Kurischen Nehrung von Land und von Wasser aus, fährt mit einem Flussdampfer übers Land und geht auf die Suche nach den letzten echten Wildpferden Europas. Ostpreußen - eine sagenhafte Gegend voller Überraschungen. Und ein Film voll toller Entdeckungen, mit einzigartigen Bildern und ganz besonderen Menschen.
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Damals in Ostpreußen DOKUMENTARFILM
Das alte Ostpreußen. Grandiose Landschaften und Ostseestrände, Trakehner Pferde und der sinnbildliche Elch. Die Menschen aus dem Deutschen Reich kennen die Region als Sommerfrische. Wer es sich leisten kann, fährt mit dem "Seedienst" ans Frische Haff oder an die Kurische Nehrung. Und die Politik verklärt Ostpreußen zum Bollwerk, zum Vorposten des Deutschen Reiches im Osten. Ostpreußen ist seit dem Versailler Vertrag durch den sogenannten polnischen Korridor vom Reich getrennt. Das schürt Ressentiments gegen den polnischen Nachbarn. Ostpreußen - ein Land der Gegensätze. Ein Agrarland, das für die meisten nur ein karges Dasein bieten kann. Daran ändern auch finanzielle Strukturhilfen der Weimarer Republik nichts - zumal sich Bauernfunktionäre die Gelder in die eigene Tasche stecken. Die Kleinbauern gehen oft leer aus. Ganz anders lebt der ostpreußische Adel. Nirgendwo sind die Gutshöfe prächtiger, die Ländereien weitläufiger und der Standesdünkel ausgeprägter. "Ich lebte in einer fest gefügten Welt, ich kannte es nicht anders", erinnert sich Hans Graf zu Dohna, Spross eines der ältesten Adelsgeschlechter in Ostpreußen. Es lebt aber noch ein Stück Toleranz. Die masurische Sprache, der polnischen sehr ähnlich, wird gepflegt, Königsberg ist immer noch ein geistiges Zentrum. Doch die Menschen wenden sich einem neuen Propheten zu: Adolf Hitler. Die Nationalsozialisten versprechen die "nationale Auferstehung", schüren den Frust über die Demokratie. Mit Erfolg: Bei den Wahlen 1932 ist Ostpreußen eine Hochburg der NSDAP. Der Nationalsozialismus nimmt Ostpreußen im Sturm. Die verarmten Bauern versprechen sich Hilfe. Aber auch der Adel schlägt sich in der Mehrheit auf die Seite von Adolf Hitler. Ostpreußen gerät in den Sog von Terror und Krieg. 1938 brennt die Königsberger Synagoge. Regimegegner werden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. In Ostpreußen herrscht Gauleiter Erich Koch - ein Hitler im Provinzformat. Er verkündet feierlich den "Ostpreußenplan", lässt Straßen bauen, und sogar ein Stück Autobahn erreicht die ferne Provinz. Ein eigener Gauleiter-Kult entsteht. Sommer 1939. Die Provinz wird zum Aufmarschgebiet für den Polenfeldzug. Nach dem Angriff verschwindet der "Korridor". Größere Teile Polens werden Ostpreußen zugeschlagen. Eine Million Polen, darunter viele Juden, kommen unter die Zwangsherrschaft des ostpreußischen Gauleiters. Darunter Genia, eine junge Zwangsarbeiterin aus Polen, die bei Familie Donder in der Landwirtschaft hilft. Günther Donder erinnert sich: "Eines Tages kam Genia aus dem Dorf in Tränen aufgelöst und sagte: 'Jemand hat mir ins Gesicht geschlagen!' - 'Weshalb'? - 'Weil ich kein P getragen habe!'" Mit dem "P" mussten sich polnische Zwangsarbeiter kennzeichnen. Genia wird später in eine der Munitionsfabriken des Reiches deportiert, wo sie bis Kriegsende schuftet. Aus der Wolfsschanze bei Rastenburg plant Hitler auch seinen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Mit der militärischen Wende im Osten wächst die Gefahr für die Zivilbevölkerung in Ostpreußen. "Wir waren jung und wollten unser Leben genießen. Tanz auf dem Vulkan, das Gefühl hatte man. Doch dann sahen wir die ersten Flüchtlingszüge. Wir haben uns nur in die Augen geblickt: Was wird noch kommen?" Gisela Hannig erlebt so den Sommer 1944. Die Rote Armee steht an den Grenzen. Doch Ostpreußen ist sicher, tönt die NS-Propaganda. Im August wird Theo Nicolai mit anderen Königsberger Hitlerjungen zu militärisch sinnlosen Schanzarbeiten an den "Erich-Koch-Wall" abkommandiert. Ende August dringen die ersten Nachrichten von der Bombardierung Königsbergs durch, für Theo Nicolai bricht eine Welt zusammen: Sein Elternhaus ist völlig zerstört. "Wir haben Wind gesät und Sturm geerntet. Es war leider so", sagt Nicolai rückblickend. Die Legende vom "sicheren Ostpreußen" bricht in sich zusammen. Es folgt die größte Massenflucht der Geschichte. Mitte Januar beginnt die Rote Armee ihre Offensive. Mehr als 1,5 Millionen Soldaten überrollen das Land. Die Menschen fliehen in Panik an die Ostsee, in verstopfte Häfen und auf überfüllte Schiffe. Von 2,5 Millionen Ostpreußen sind zwei Millionen auf der Flucht. Hunderttausende sterben im Eis, im Geschützhagel, im Tieffliegerfeuer. Wer lebend zurückbleibt, muss sich einem neuen Überlebenskampf stellen. Irmgard Schneiderat wird auf der Flucht eingeholt und von Soldaten vergewaltigt. Andere Frauen helfen ihr. "Sie haben mich wahrscheinlich weinen und jammern gehört. Sie h
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Ostpreußens vergessene Schlösser DOKUMENTATION
Der Film "Ostpreußens vergessene Schlösser" dokumentiert eine einmalige Initiative: Wissenschaftler aus Deutschland, Polen und Russland - drei Nationen, die im Zweiten Weltkrieg gegeneinander kämpften -gemeinsam auf Spurensuche in Ostpreußen. Die Forscher suchen nach den Resten der Denkmäler und Monumente, die infolge des Krieges zerstört wurden. Ihr Ziel: Mit Hilfe modernster Technik soll eine vollständige Dokumentation dessen gelingen, was von den ehemaligen Königschlössern noch vorhanden ist. Neben der Arbeit der Wissenschaftler zeigt der Film auch die Geschichte der Schlösser, die eng mit den geschichtlichen Wendepunkten des letzten Jahrhunderts verbunden sind und lässt Augen- und Zeitzeugen und ihre Erinnerungen zu Wort kommen. So entsteht die fast untergegangene barocke Welt am Computer neu: das historische Königsberg sowie detailgenaue Rekonstruktionen der Schlösser Schlodien und Friedrichstein - Bilder und Monumente einer untergegangenen Kultur.
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Das Schicksal der Vertriebenen ZEITGESCHICHTE
Der 8. Mai 1945 steht für den Sieg über den Nationalsozialismus, für Befreiung und für Frieden. Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete für viele Menschen jedoch auch Armut und den Verlust ihrer Heimat. Nach der Kapitulation des Dritten Reiches ziehen die Alliierten binnen kürzester Zeit die osteuropäischen Grenzen neu. Mit den Entscheidungen der Konferenzen von Jalta und Potsdam beginnt die größte Vertreibung der Geschichte - 20 Millionen Menschen werden heimatlos. "Das Schicksal der Vertriebenen" erzählt die tragische Geschichte dieser Menschen - anhand von Erinnerungen Überlebender - unter ihnen der verstorbene Literaturkritiker und Journalist Hellmuth Karasek - und mit bislang noch unveröffentlichtem Archivmaterial.
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Kripo live RECHT UND KRIMINALITÄT
Auch in Mitteldeutschland gibt es Bösewichte! Denen geht es allerdings schon seit 1992 per TV an den Kragen. Mithilfe der Zuschauer wurden seitdem schon einige Verbrecher dingfest gemacht.
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Die Schlager des Monats SCHLAGER Juni
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Wenn Mütter trauern - Leben nach dem Unfalltod DOKUMENTATION
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Wieder schwanger - und jetzt? GESELLSCHAFT UND SOZIALES Mein Familientagebuch
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Autobahn von oben nonstop - Thüringen DOKUMENTATION
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MDR SACHSENSPIEGEL REGIONALMAGAZIN
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
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MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE REGIONALMAGAZIN
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
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MDR THÜRINGEN JOURNAL REGIONALMAGAZIN
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
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Unterwegs in Thüringen REGIONALMAGAZIN
Thüringen hat viele schöne Seiten. Die Reporter begeben sich auf die Reise durch das Bundesland, stellen Sehenswürdigkeiten und Touristenziele vor und melden sich live von Veranstaltungen der Region.
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