ARTE
ARTE Sa. 10.11.
Doku

Soldaten der Lüfte

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

1917 - 1918

Dokumentation F 2016, 50′

Kurzbeschreibung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegt die Zukunft der Fliegerei in den Händen einiger waghalsiger Draufgänger und Visionäre. "Soldaten der Lüfte" porträtiert fünf junge Piloten, die für die deutsche, französische und britische Luftwaffe in den Ersten Weltkrieg zogen: der "Rote Baron" Manfred von Richthofen, Ernst Udet, Georges Guynemer, René Fonck und Edward Mannock. Die persönlichen Erlebnisse der Männer, die als Helden in die Geschichte eingehen, verbinden sich mit einem wichtigen Kapitel der Luftfahrtgeschichte. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 geht die Zeit der zivilen Helden abrupt zu Ende. Der Krieg wird die Flugzeugindustrie revolutionieren: Neue Flugzeugprototypen machen nun Kampfeinsätze in der Luft möglich.

Inhalt

Das Jahr 1917 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Luftfahrtindustrie. Es wurden neue Flugzeuge entwickelt: die Bomber. Sie können mit ihrer 500 Kilogramm schweren Bombenlast mehrere Hundert Kilometer weit fliegen. Die deutsche Luftwaffe ändert die Taktik und setzt nunmehr auf Staffeln statt auf Alleinflüge. Vorbei die Zeit der kaltblütigen Duelle, die den französischen Jagdflieger Georges Guynemer berühmt gemacht hatten - in großen Luftschlachten treffen nun bisweilen Hunderte Flugzeuge aufeinander. Ernst Udet erwirbt die Gunst des "Roten Barons" und einen Platz in Richthofens berühmter Staffel "Fliegender Zirkus". Trotz ihres jugendlichen Alters gelten der 24-jährige Richthofen und der 23-jährige Guynemer bereits als Veteranen. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich Öffentlichkeit und Presse für jeden Flieger begeistern, der sich einen Namen zu machen beginnt "Wir waren wie Popstars", erinnert sich Alfred Heurteaux, ein Fliegerass mit 21 Abschüssen. Doch diese Vergötterung hat auch ihre Kehrseite: Die Soldaten in den Schützengräben haben den Ruhm der Piloten allmählich satt. Sie fühlen sich in diesem endlosen, blutigen Krieg im Stich gelassen. Am 11. September 1917 kehrt Georges Guynemer von einem Alleinflug nicht mehr zurück. Seine Leiche wird nie gefunden. Am 21. April 1918 ereilt Manfred von Richthofen das gleiche Schicksal wie Georges Guynemer. Die Rachlust an Guynemers Tod regt René Fonck zu neuen Rekorden an; er reiht Sieg an Sieg und wird seinerseits als Fliegerass gefeiert. Im Mai 1918 zerstört er über der Somme drei feindliche Maschinen und tötet ihre Piloten - in weniger als 45 Sekunden. Im Laufe des Jahres wird die deutsche Offensive erheblich geschwächt; alliierte Bodentruppen und Fliegerhelden sind in einer neuen Siegesdynamik vereint. Über zehntausend Piloten haben in den Luftschlachten des Ersten Weltkriegs insgesamt ihr Leben gelassen. Richthofen und Guynemer trugen als Pioniere einer neuen Waffengattung wesentlich zur Entwicklung der militärischen Luftfahrt und der Geschichte der Fliegerei bei. Der erste Luftkrieg in der Geschichte hat Menschen und Maschinen an ihre Grenzen getrieben - und läutete eine neue Ära in der Luftfahrtindustrie ein.

Sendungsinfos

Regie: Fabrice Hourlier Stereo
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