ARTE Mediathek Fr, 21.02.

Rituale der Welt

Rituale der Welt - Madagaskar - Tanz mit den Toten

ARTE
VIDEO
Doku
Rituale der Welt

Rituale der Welt - Madagaskar - Tanz mit den Toten

Dokumentation

Im zentralen Hochland von Madagaskar unterhält das Volk der Merina eine einzigartige Verbindung zu seinen Verstorbenen. Von Juli bis September nutzt es die Trockenzeit, um einen traditionellen Ritus zu begehen: die Famadihana. Das Totenwendungsfest ist der wichtigste Ritus im Ahnenkult Madagaskars und die Gelegenheit für ein zweitägiges, ausgelassenes Fest, das die Familien zusammenführt. Zusammen mit Ndriana entdeckt die Anthropologin Anne-Sylvie Malbrancke diese alte Tradition. Ndriana exhumiert vier Mitglieder seiner Familie, darunter seinen vor 20 Jahren verstorbenen Vater. Die Totenwendung wird alle sieben Jahre begangen, manchmal auch öfter, falls in der Zwischenzeit ein Verstorbener seinem Angehörigen im Traum erscheint und ihn um Fürsorge bittet. Um seinen Vater zu ehren, ließ Ndriana ein neues Leichentuch weben. Denn bei den Merina glaubt man, dass sich die Leichentücher nach einer bestimmten Zeit abnutzen, so dass die Toten frieren und neue Kleidung brauchen. Ndriana erwartet in seinem Elternhaus ungefähr 300 Personen. Da Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, teilen sich die Familien die Ausgaben – sie betragen etwa zwei Jahresgehälter – und sparen monatelang für die Zeremonie. Am Tag des Rituals werden die Leichen aus ihrer Gruft geholt und der Familie, den Gästen und der Dorfbevölkerung vorgeführt. Die Nachfahren des Verstorbenen wechseln die Leichentücher und tragen den frisch „eingekleideten“ Leichnam bei Musik, Tanz und Gesang auf ihren Schultern durchs Dorf. So versammelt die Famadihana die Lebenden und feiert den Sieg des Lebens über den Tod.
ARTE
VIDEO
Doku
Takaya, der einsame Wolf

Takaya, der einsame Wolf

ARTE
VIDEO
Doku
Xenius

Xenius - Schmerz - Das können wir dagegen tun

ARTE
VIDEO
Show

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Fr 21.02.

3SAT PRO7
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
ARTE Doku
Video
Video
26:15
Rituale der Welt DOKUMENTATION Madagaskar - Tanz mit den Toten, F 2019
Im zentralen Hochland von Madagaskar unterhält das Volk der Merina eine einzigartige Verbindung zu seinen Verstorbenen. Von Juli bis September nutzt es die Trockenzeit, um einen traditionellen Ritus zu begehen: die Famadihana. Das Totenwendungsfest ist der wichtigste Ritus im Ahnenkult Madagaskars und die Gelegenheit für ein zweitägiges, ausgelassenes Fest, das die Familien zusammenführt. Zusammen mit Ndriana entdeckt die Anthropologin Anne-Sylvie Malbrancke diese alte Tradition. Ndriana exhumiert vier Mitglieder seiner Familie, darunter seinen vor 20 Jahren verstorbenen Vater. Die Totenwendung wird alle sieben Jahre begangen, manchmal auch öfter, falls in der Zwischenzeit ein Verstorbener seinem Angehörigen im Traum erscheint und ihn um Fürsorge bittet. Um seinen Vater zu ehren, ließ Ndriana ein neues Leichentuch weben. Denn bei den Merina glaubt man, dass sich die Leichentücher nach einer bestimmten Zeit abnutzen, so dass die Toten frieren und neue Kleidung brauchen. Ndriana erwartet in seinem Elternhaus ungefähr 300 Personen. Da Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, teilen sich die Familien die Ausgaben – sie betragen etwa zwei Jahresgehälter – und sparen monatelang für die Zeremonie. Am Tag des Rituals werden die Leichen aus ihrer Gruft geholt und der Familie, den Gästen und der Dorfbevölkerung vorgeführt. Die Nachfahren des Verstorbenen wechseln die Leichentücher und tragen den frisch „eingekleideten“ Leichnam bei Musik, Tanz und Gesang auf ihren Schultern durchs Dorf. So versammelt die Famadihana die Lebenden und feiert den Sieg des Lebens über den Tod.
ARTE Show
Video
Video
26:14
Xenius INFOMAGAZIN Schmerz - Das können wir dagegen tun, D 2019
Niemand mag Schmerzen, aber ein Leben ohne sie wäre gefährlich, denn sie zeigen uns, dass mit unserem Körper etwas nicht stimmt. Doch für manche Menschen sind Schmerzen ein Dauerzustand. Bei Patienten mit chronischen Schmerzen empfehlen Mediziner vor allem Bewegungs- und Psychotherapie. Die sollen helfen, die Wahrnehmung des Schmerzes zu verändern. Oft scheinen jedoch Medikamente wie Opioide für Ärzte und Patienten eine einfachere Lösung zu sein. Das bleibt nicht ohne Folgen. In den USA sterben bereits täglich durchschnittlich 130 Menschen pro Tag an solchen Schmerzmitteln. Deswegen suchen Wissenschaftler wie der Berliner Schmerzmediziner Christoph Stein nach Alternativen, die weder süchtig machen noch schwere Nebenwirkungen haben. Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard besuchen das Schmerzzentrum Berlin, um herauszufinden, wie eine ganzheitliche Therapie gegen chronische Schmerzen helfen kann. Dabei lassen sie mit Hilfe von Elektroschocks ihre Schmerzschwelle messen.
ARTE Doku
Video
Video
52:28
Takaya, der einsame Wolf DOKUMENTATION, GB, CDN 2019
Auf einer kleinen Insel im kanadischen Britisch-Kolumbien, hunderte Kilometer von seinen Artgenossen entfernt, lebt ein einsamer Wolf namens Takaya. Seine ungewöhnliche Existenz in absoluter Isolation hat die Neugier der Fotografin Cheryl Alexander geweckt. Woher kam Takaya? Und wie war er auf die einsame Insel gelangt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Cheryl das Wildtier sieben Jahre lang begleitet – und eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut.Am meisten überraschte die Fotografin, dass Takaya – als Wolf eigentlich ein Rudeltier – sich offenbar bewusst für ein Dasein in der Einsamkeit entschieden hatte. Vom Festland aus konnte Cheryl das bisherige Leben des Wolfs rekonstruieren. Sie fand Indizien für seine Streifzüge durch kanadische Städte und seine abenteuerliche Überquerung weiter Seestrecken vor der Küste Britisch-Kolumbiens.Aus Cheryls Aufnahmen geht hervor, wie schnell sich Takaya an seine neue Umgebung anpassen konnte. Mithilfe von ausgeklügelten Jagdtechniken gelingt es ihm, für ihn völlig neue Beutetiere zu fangen. Und ein Spezialist erklärt, warum sich sogar das Heulen des Wolfs nach all den Jahren ganz anders anhört.Die Dokumentation zeigt, dass Wölfe weitaus mehr sind als wilde Fleischfresser. Und sie beweist anhand der besonderen Beziehung zwischen Cheryl und Takaya, dass Menschen friedlich mit Spitzenprädatoren zusammenleben können. Doch das Schicksal von Takaya ist ungewiss: Nach einer problematischen Begegnung mit einer Wandergruppe und deren Hund patrouillieren bewaffnete Küstenwachen auf seinen Spuren. Um Takaya ist eine Diskussion entbrannt, die ihm zum Verhängnis werden könnte …
ARTE Show
Video
Video
3:00
(Fast) die ganze Wahrheit INFOTAINMENT Mata Hari, F 2018
Weitere Tage laden
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN