3SAT
3SAT So. 14.01.
Film

Blau ist eine warme Farbe

Die 16-jährige Adèle (Adèle Exarchopoulos) beginnt, ihre Sexualität zu entdecken. ZDF/WDR/Wild Bunch Germany
Emma (Léa Seydoux, re.) zieht mit einer Freundin durch Lille. ZDF/WDR/Wild Bunch Germany
Emma (Léa Seydoux, li.), die Malerin, zeichnet Adèles (Adèle Exarchopoulos) Porträt. ZDF/WDR/Wild Bunch Germany
Adèle (Adèle Exarchopoulos) ist total verliebt. ZDF/WDR/Wild Bunch Germany

Liebesdrama B, F, E 2013, 173′ - mit Adèle Exarchopoulos, Léa Seydoux, Salim Kechiouche, Aurélien Recoing, Catherine Salée,

Inhalt

Mädchen gehen mit Jungs aus - das stellt die 15-jährige Adèle zunächst nicht in Frage. Doch das ändert sich schlagartig, als sie Emma trifft. Die Künstlerin mit den blauen Haaren lässt sie ungeahnte Sehnsüchte entdecken, bringt sie dazu, sich selbst zu finden, als Frau und als Erwachsene. Als Teenager beginnt Adèles Geschichte. Vor den Augen der Zuschauer entwickelt sie sich weiter. Die Schülerin wird zur jungen Frau und geht ihren Weg als engagierte Lehrerin an der Seite von Emma. Adèle entdeckt sich, ihre Gefühlswelten, ihre sexuelle Orientierung, ihre Ängste und Sehnsüchte - und der Zuschauer ergründet all dies gebannt mit ihr. "Blau ist eine warme Farbe" ist einer der wohl ergreifendsten und ungewöhnlichsten Liebesfilme der letzten Jahren. Regisseur Abdellatif Kechiche erzählt mit einfachen filmischen Mitteln und mit einer dynamischen, fließenden Kamera aus dem Leben der jungen Adèle und ihrer großen Liebe, der Künstlerin Emma. Diese faszinierende Erzählweise ist so nah und eindringlich, dass der Betrachter jeden Kuss, jedes Schmatzen und Schluchzen wie am eigenen Leib erfährt.

Hintergrund

Mit der Goldenen Palme von Cannes 2013 zeichnete Jury-Präsident Steven Spielberg nicht nur den Film als Meisterwerk aus, sondern verlieh sie erstmalig auch an die beiden Hauptdarstellerinnen für ihre grandiose schauspielerische Leistung. "Blau ist eine warme Farbe" ist der Auftakt der 3sat-Reihe "amour fou", die bis Freitag, 19. Januar, sechs Filme über die unterschiedlichen Spielarten sexueller Beziehungen zeigt.

Kritik

"Eine der Besonderheiten von 'Blau' besteht darin, dass er unser Zeitgefühl außer Kraft setzt. Diese zwölf Minuten vergehen wie im Fluge, die drei Stunden dehnen sich nicht, und dass wir den Protagonistinnen über fast zehn Jahre folgen, wird uns kaum bewusst. Kechiches Film ist der Beweis dafür, dass drei Stunden europäischer Realismus genauso fesselnd sein können wie drei Stunden amerikanischer 'Indiana Jones' - oder 'Krieg der Sterne'-Eskapismus. Auch 'Blau' ist eine Achterbahnfahrt, aber keine des Geschwindigkeitsrausches, sondern eine der Gefühle." (Hans-Georg Rodek, Die Welt, 18.12.2013)

Sendungsinfos

Darsteller: Adèle Exarchopoulos, Léa Seydoux, Salim Kechiouche, Aurélien Recoing, Catherine Salée Regie: Abdellatif Kechiche Untertitel, Stereo
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