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Geheimnisvolles Okzitanien LANDSCHAFTSBILD Eine Zeitreise durch das Land der Katharer
Okzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Der Film geht in Südfrankreich auf Spurensuche. Die Glaubensgemeinschaft der Katharer wurde ausgelöscht. Fast nichts ist von ihnen geblieben. Alles, was man heute über sie weiß, stammt aus den Aufzeichnungen ihrer Feinde, der Inquisitoren. Und doch ist die Erinnerung an die Katharer in Südfrankreich allgegenwärtig. Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des Heiligen Grals und der geheimnisumwitterte Fund von Rennes le Châteaux locken immer wieder Abenteurer, Glücksritter und Spinner an.
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Kulturzeit MAGAZIN
Das Bauhaus ist die berühmteste Kunstschule der Welt und der erfolgreichste deutsche Kultur-Export. 2019 feiert die berühmte Künstlerschmiede ihren 100. Geburtstag. Im Vorfeld wirft "Kulturzeit" einen ganz besonderen Blick auf die Vision des Bauhauses. Im Fokus stehen die "bauhausfrauen". Denn am 12. November 2018 jährt sich noch ein weiteres wichtiges Ereignis: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Lange nicht beachtet und später in Vergessenheit geraten, haben Frauen maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Bauhauses beigetragen. Die "Kulturzeit"-Reihe "bauhausfrauen: Die vergessenen Pionierinnen einer Kunstbewegung" kratzt am Lack des Bauhauses. Sie nimmt Parallelentwicklungen und weibliche Biografien unter die Lupe und schlägt in zahlreichen Gesprächen - unter anderem mit der Schriftstellerin Theresia Enzensberger, der Direktorin des Bauhaus-Archives Berlin, Annemarie Jaeggi, der Kultur- und Designhistorikerin Anja Baumhoff, der Architektin Jana Revedin sowie der Kulturpolitikerin Monika Grütters - den Bogen bis zu den aktuellen Debatten über Sexismus, Feminismus und Gleichberechtigung.
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Alpenpanorama KAMERAFAHRT
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
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Kulturzeit MAGAZIN
Das Bauhaus ist die berühmteste Kunstschule der Welt und der erfolgreichste deutsche Kultur-Export. 2019 feiert die berühmte Künstlerschmiede ihren 100. Geburtstag. Im Vorfeld wirft "Kulturzeit" einen ganz besonderen Blick auf die Vision des Bauhauses. Im Fokus stehen die "bauhausfrauen". Denn am 12. November 2018 jährt sich noch ein weiteres wichtiges Ereignis: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Lange nicht beachtet und später in Vergessenheit geraten, haben Frauen maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Bauhauses beigetragen. Die "Kulturzeit"-Reihe "bauhausfrauen: Die vergessenen Pionierinnen einer Kunstbewegung" kratzt am Lack des Bauhauses. Sie nimmt Parallelentwicklungen und weibliche Biografien unter die Lupe und schlägt in zahlreichen Gesprächen - unter anderem mit der Schriftstellerin Theresia Enzensberger, der Direktorin des Bauhaus-Archives Berlin, Annemarie Jaeggi, der Kultur- und Designhistorikerin Anja Baumhoff, der Architektin Jana Revedin sowie der Kulturpolitikerin Monika Grütters - den Bogen bis zu den aktuellen Debatten über Sexismus, Feminismus und Gleichberechtigung.
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Anne Will POLITIK
Seit September 2007 diskutiert Anne Will mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur über aktuelle Themen. "Politisch denken, persönlich fragen" lautet das Motto der Sendung.
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Ein Haus voll Glorie - 350 Jahre Basilika Maria Taferl DOKUMENTATION
Imposant über der Donau gelegen, ist das zweitgrößte Marienheiligtum Österreichs seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Pilger: Maria Taferl im Nibelungengau nahe der Wachau. Die Dokumentation zeigt Geschichte und Gegenwart der Basilika und stellt das Baujuwel Maria Taferl vor, das unter anderem eine große Schatzkammer mit Wallfahrtsdevotionalien beherbergt. Von der Orgel bis zur gesamten Kirche wurde die bedeutendste Wallfahrtskirche Niederösterreichs mit der Unterstützung der Bevölkerung generalsaniert. Zur 350-Jahr-Feier der Grundsteinlegung im Jahr 2010 konnte die Renovierung abgeschlossen werden.
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Wallfahrt im Mostviertel - Der Sonntagberg und seine Basilika DOKUMENTATION
Die Wallfahrtskirche am Sonntagberg in ihrer heutigen Form wurde von den Barockbaumeistern Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast errichtet, die Deckenfresken stammen von Daniel Gran. Karina Fibich hat für ihre Dokumentation Pilger auf ihrem Weg begleitet und mit ihnen über die Bedeutung der Wallfahrt in unserer Zeit gesprochen. Außerdem stellt sie die zum Stift Seitenstetten gehörende Basilika im Bezirk Amstetten in Niederösterreich vor.
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Kirtag in Loretto LANDSCHAFTSBILD
Alljährlich am 15. August, zu Mariä Himmelfahrt, pilgern Tausende Wallfahrer zur Kirchweih ins burgenländische Loretto am Nordrand des Leithagebirges. Bis zu 20 000 Menschen kommen an diesem Tag in die kleinste Marktgemeinde Österreichs, die sonst das Jahr über im Dornröschenschlaf liegt. Der Film spürt der Geschichte des Wallfahrtsortes nach und begleitet Pilger über das Leithagebirge. Während drinnen in der Wallfahrtskirche eine Messe nach der anderen gefeiert wird, herrscht draußen auf dem Anger Belagerungszustand. Ein großer Jahrmarkt bietet alles, was der Pilger Herz begehrt, von Spielwaren bis zu Kleidung und Geschirr. Der Film zeigt, wie sich die beschauliche 400-Seelen-Gemeinde für einen Tag im Jahr in ein Pilgermekka verwandelt.
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Herr Fazliji wird Millionär REPORTAGE Chronologie eines steilen Aufstiegs
Enver Fazliji hat mit 32 Jahren beruflich schon mehr erreicht als viele in einem ganzen Leben. "Reporter" hat Fazliji fünf Jahre lang begleitet und seinen steilen Aufstieg dokumentiert. Ein bisschen Glück brauche man schon, sagt er, aber vor allem unternehmerisches Talent, Mut und Fleiß. Damit gelang dem Sohn eines albanischen Saisonarbeiters ein steiler Aufstieg - zunächst als Bestattungsunternehmer, später im Immobiliengeschäft. Enver Fazliji wurde im Presevo-Tal geboren. Das ist eine albanische Enklave auf serbischem Gebiet. Dort verbrachte er seine ersten sechs Lebensjahre. Dann holte sein Vater, der als Saisonnier in die Schweiz gekommen war, ihn und seine zwei Brüder nach. Fazliji machte eine Lehre als Sachbearbeiter und gründete mit 19 seine erste Firma: ein muslimisches Bestattungsunternehmen. Das war der Anfang eines steilen Aufstiegs. Er arbeitet und arbeitet - als ob ihm die Armut dicht auf den Fersen bliebe. Er baute sein Bestattungsunternehmen auf und arbeitete parallel noch 60 Prozent als Sachbearbeiter. Bis er den Eindruck hatte, es wäre noch mehr drin. Also stieg er zusätzlich ins Immobiliengeschäft ein. Er begann, Grundstücke zu kaufen und die Planung eines Projektes bis zur Baugenehmigung voranzutreiben, um dann alles an einen Generalunternehmer zu verkaufen - selbstverständlich mit gutem Gewinn. Man müsse risikofreudig sein, sagt Fazliji, und bereit, auf vieles zu verzichten. Er ordnet dem Erfolg nicht alles, aber vieles unter. Sein Fazit: "Vielleicht braucht man auch ein bisschen Glück im Leben, aber es geht eigentlich mehr um Fleiß und harte Arbeit."
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Rapa Nui - die Osterinsel DOKUMENTATION
Die "Osterinsel" ist berühmt für ihre rätselhaften, riesigen Tuffsteinfiguren, von denen etwa 1000 Stück die raue Küste der Insel Rapa Nui säumten. Wer waren ihre Erbauer? Ein Bericht über eine ferne, wenig bekannte Insel im Südpazifik, vor allem aber über ihre geheimnisumwitterten Bewohner. Überlieferungen berichten, dass eine kleine Gruppe von Polynesiern um 350 nach Christus in ihren Segelbooten auf der Suche nach Neuland dorthin verschlagen wurde. Sie lebten die nächsten 1300 Jahre in totaler Isolation inmitten des Pazifiks - 3700 Kilometer vom südamerikanischen Festland und 2250 Kilometer von der nächsten bewohnten Insel entfernt. So entwickelten sie ihre Kultur ohne Kontakt mit der Außenwelt. Mit der Entdeckung der Insel durch den holländischen Seefahrer Jacob Roggeveen im Jahr 1722 begann dort eine Kette von Überfällen, Entführungen und Morden. Der chilenische Kapitän Pedro Toro fand bei seinem Besuch 1870 nur noch 100 Männer sowie 78 Frauen und Kinder vor. In der Zwischenzeit hatten ein blutiger Bürgerkrieg, peruanische Sklavenhändler und eingeschleppte Krankheiten das Volk der Rapa Nui nahezu ausgelöscht. 1888 annektierte Chile die Insel, verpachtete sie an Schafszüchter, die die Eingeborenen wie Leibeigene im eigenen Land, hinter Stacheldraht, gefangen hielten. Erst 1965 erhielten sie chilenische Ausweise und Bürgerrechte.
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Trauminsel Bora Bora LANDSCHAFTSBILD
Ihrer schillernden Unterwasserwelt verdankt Bora Bora auch den Namen "Die Perle der Südsee". Für die Bewohner ist die Insel ein Paradies. Ein Blick auf den Alltag am anderen Ende der Welt. Die Insel liegt 16 000 Kilometer von Paris entfernt auf der anderen Seite des Erdballs und gehört zu Französisch-Polynesien. Die fünf Inselgruppen mit 118 Inseln erstrecken sich auf einer Fläche so groß wie Europa. Gerade einmal 270 000 Menschen leben hier. In Französisch-Polynesien werden Träume vom freien Leben am Südseestrand wahr. Schon die frühen Entdecker des 16. Jahrhunderts berichteten von einem Paradies auf Erden, wo das Leben einfach, das Wasser des Ozeans klar und die Natur reich und gnädig zu den Menschen ist. Seit dieser Zeit gelten diese Inseln als Inbegriff des Paradieses auf Erden. Auch für Moeava de Rosemont gibt es keinen schöneren Platz unter Gottes Himmel. Auf Tahiti geboren, kam er nach seiner Ausbildung als Taucher und Kameramann in Frankreich wieder auf die Insel zurück. Er hatte Glück und hat einen Job bei einem Tauchcenter gefunden. Nach der Arbeit beginnt Moeavas Kampf für die Lebensgrundlage der Insulaner. Gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten hat er einen Verein gegründet, der sich insbesondere der Erforschung und dem Schutz der Mantarochen in Polynesien widmet. Dem Schutze und Erhalt einer ganz anderen Sache hat sich Kevin Havata verschrieben. Kevin ist Choreograf für traditionellen polynesischen Tanz und leitet eine Tanzgruppe. Kevin ist Mahu. Er wurde, wie in vielen polynesischen Familien üblich, als ältester Sohn traditionell nach einem weiblichen Rollenbild erzogen. Diskriminierende Erfahrungen sind ihm fremd. Noch heute lebt Kevin bei seinen Eltern, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Die Perlenfarm der Laughlins ist ein Familienunternehmen, drei Generationen arbeiten mit. Die Konkurrenz ist für die kleinen Farmer hart. Für die meisten Einheimischen ist Perlenschmuck unerschwinglich. Bis Ende der 1990er-Jahre gab es 40 Familien, die von der Perlenzucht auf Tahaa lebten, heute gibt es gerade noch sieben Farmen. Bei aller Abgeschiedenheit auf den Inseln lieben die Polynesier die Geselligkeit. Bars und Restaurants gibt es kaum, also spielt sich das soziale Leben meist auch im Privaten mit gutem Essen, Gesängen und mit Barbecue ab.
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Hawaii - Paradies der Wale und Vulkane NATUR UND UMWELT
Die Natur scheint Hawaii, die abgelegene Inselkette im Pazifik, mit ihren schönsten "Erfindungen" geradezu überschüttet zu haben. Der Film stellt das "Paradies der Wale und Vulkane" vor. Er taucht ein in die bizarre Unterwasserwelt der Vulkaninseln, führt zu Schiffswracks und Haien, Buckelwalen und Delfinen. Beeindruckende Flugaufnahmen zeigen Hawaii abseits von Massentourismus, Waikiki und Hotelburgen. Jedes Jahr kommen Buckelwale in die geschützten Gewässer von Hawaii, um sich hier zu paaren und um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Riesige Mantarochen, Meeresschildkröten und Tigerhaie ziehen durch das glasklare Wasser. Wellen bestimmen die Form, den Rhythmus und die Stimmung an den Küsten Hawaiis - das Meer gehört hier zum täglichen Leben dazu. Das besondere Lebensgefühl und die einzigartige Natur Hawaiis faszinieren den Kieler Daniel Opitz seit mehr als zehn Jahren. Aus der Begeisterung für Wale und Delfine wurde die Lebensaufgabe, ihnen zu folgen und über sie zu berichten. Die Beziehung von Mensch und Natur steht stets im Mittelpunkt des Interesses von Filmemacher Daniel Opitz. Zwei Jahre lang weicht er einem Team von Walforschern nicht von der Seite und begleitet sie bei ihrer unermüdlichen Arbeit, dem Rätsel der Gesänge der Buckelwale ein kleines Stück näher zu kommen.
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Die Marquesas DOKUMENTATION Vergessene Inseln der Südsee
Mitten im Südpazifik, fast vier Flugstunden von Tahiti entfernt, liegen die Marquesas-Inseln. Die 14 Inseln gehören zu Französisch-Polynesien und sind spärlich bevölkert. Die rund 9000 Marquesas bekommen nur selten Besuch. Die Inseln entsprechen so gar nicht dem Südseeklischee: Statt auf blaue Lagunen und weiße Palmenstrände treffen die wenigen Touristen auf ein raues Meer, felsige Küsten und schroffe, grüne Berge. Touristisch ist die Region kaum erschlossen, auf allen Inseln zusammen gibt es gerade mal zwei Hotels. Veränderungen geschehen hier langsam. Internet gibt es erst seit einigen Jahren und Fernsehen seit Mitte der 1980er-Jahre. Berühmte Männer hat es im Laufe der Zeit auf die Marquesas verschlagen: Der Chansonnier Jacques Brel und der Maler Paul Gauguin sind beide auf dem kleinen Friedhof der Insel Hiva Oa beerdigt. Herman Melville, Autor des Romans "Moby Dick", floh 1842 von einem Walfänger auf die Insel Nuku Hiva und lebte ein paar Wochen unter den Einheimischen. Damals waren die Bewohner noch gefürchtete Kannibalen. Durch den Einfluss der Missionare hat sich die Weltanschauung der Ureinwohner radikal verändert. Aus dem sexuell freizügigen und kannibalischen Inselvolk wurden strenggläubige Christen. Erst vor knapp 30 Jahren hat ihnen die Kirche wieder erlaubt, ihre alte Sprache zu sprechen, sich wie ihre Vorfahren den ganzen Körper zu tätowieren und alte Tänze und Rituale zu pflegen. Filmemacher Stephan Düfel trifft auf seiner Reise von Insel zu Insel unterschiedliche Menschen. Zum Beispiel einen jungen Mann, der die erste Pizzeria auf den Marquesas eröffnet hat, nachdem er einen Film über einen italienischen Koch im Fernsehen gesehen hat. Tief im Dschungel von Ua Pou begegnet Düfel einem deutschen Aussteiger, der gemeinsam mit seiner einheimischen Ehefrau fernab des Dorflebens versucht, alles, was sie zum Leben benötigen, selbst zu erzeugen - von Essen über Alkohol bis hin zu Strom. Moderne Errungenschaften wie Autos, Kühlschränke, Waschpulver, Limonaden oder Fertigessen bekommen die Inselbewohner alle drei Wochen von einem Frachtschiff aus Tahiti geliefert. Die "Aranui" hat außerdem bis zu 200 Passagiere an Bord - Touristen, die auf der zweiwöchigen Schiffsreise versuchen, die geheimnisvollen Marquesas-Inseln ein wenig kennenzulernen.
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Königreich Tonga DOKUMENTATION Auf deutschen Spuren in der Südsee
Tonga ist eines der schönsten, unbekanntesten und ungewöhnlichsten Königreiche der Welt. Der idyllische Archipel östlich von Neuseeland wird von rund 100 000 Insulanern bewohnt. Im Laufe der Jahrhunderte kam ebenfalls eine Reihe von Deutschen in die Südsee. Sie gründeten auf Tonga Handelsposten, Geschäfte und Familien. Spuren davon sind noch heute dort zu finden. Der Satz "Der König von Tonga kommt aus Buxtehude" ist allerdings unbewiesen. Andere Herkunftsgeschichten kann man hingegen gut zurückverfolgen. Da sind zum Beispiel die Blumenfelds. Deren Urahn kam im 19. Jahrhundert aus Hamburg auf die abgelegene Insel. Der Hanseat hatte einen Sinn für das Geldverdienen, brachte seinen Familienmitgliedern das ordentliche Münzenzählen und das Bügeln von Geldscheinen bei und galt als strenger Patriarch. Seine Nachkommen sind sich bis heute sicher, dass sie nur durch die harte deutsche Erziehung alle gute Geschäftsleute geworden sind. So ähnlich sieht das auch Finnau Walter. Er sieht alles andere als "typisch deutsch" aus und spricht auch kein Wort Deutsch. Trotzdem ist er stolz darauf, dass seine Vorfahren aus Europa kommen. Walter ist eine Art Hafenmeister, Flugplatzchef, Hotelier und Bäcker in einer Person - auf einem winzigen Außenposten des Tongaarchipels. Doch die Tonganer sind vor allem eines: entspannt. Sie preisen ihren "Tongan Lifestyle" als äußerst "relaxed", was sich nicht immer mit den "deutschen Tugenden" vereinbaren lässt. Zwischen Kokosnussernte und Netze flicken, zwischen Bootsbau und Gemüseernte ist stets Zeit für eine ausgiebige Pause. Denn eines lieben die Tonganer überhaupt nicht: Hektik. Zurzeit wächst allerdings Unmut im Königreich: Manche machen den autoritären Führungsstil des Königs und seine angebliche Vetternwirtschaft für die Armut auf der Insel verantwortlich. Das Königreich gilt als Entwicklungsland, hat zwar wunderschöne Palmeninseln, aber kaum Exportgüter und wird finanziell vor allem von den Auslands-Tonganern am Leben gehalten. Dank der starken Familienbande unterstützen die ausgewanderten Familienmitglieder ihre Verwandten in der Heimat mit Geld und Gütern.
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Vanuatu - Im Bauch des Vulkans LANDSCHAFTSBILD
Für Ulla Lohmann ist Vanuatu im Südpazifik ein zweites Zuhause. "Für mich einer der schönsten Flecken der Erde", sagt die Fotografin, die ursprünglich aus Kaiserslautern kommt. Vanuatu, ein kleiner Staat, östlich von Australien gelegen, besteht aus 83 Einzelinseln und vielen aktiven Vulkanen. Diese haben es Ulla Lohmann angetan. Besonders der Vulkan Yasur auf der Insel Tanna, der alle fünf Minuten glühende Lavabrocken in die Luft spuckt. Ein Spektakel, das Jahr für Jahr Touristen nach Vanuatu lockt. Ulla Lohmann ist mit einer Gruppe von "Vulkan-Fans" auf einer Foto-Safari unterwegs. Die Fotografin ist immer wieder begeistert, wenn sie nach dem anstrengenden Aufstieg den Rand des Kraters erreicht hat und in den einzigartigen glühenden Lava-See eines Vulkanes schaut. "Es ist, als würde man in das offene Herz der Erde schauen." Schön und zugleich gefährlich: Auf dem Gipfel der Vulkane wabern giftige Schwefeldämpfe, und Lavabrocken fliegen durch die Luft. Helm und Gasmasken gehören zur Grundausstattung einer Vulkan-Expedition. Vanuatu ist ein Entwicklungsland, es fehlt Geld für die moderne Messtechnik zur Überwachung der Vulkane. Die Einheimischen leben gelassen mit der Gefahr und vertrauen auf ihre Mythen und Bräuche.
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mare TV NATUR UND UMWELT
Die Shark Bay ist der westlichste Zipfel Australiens. Hier betrat 1616 der niederländische Seefahrer Dirk Hartog als einer der ersten Europäer australischen Boden. In der riesigen Bucht mit ihrem seichten, türkisblauen Wasser wimmelt es von Haien, Rochen, Riesenschildkröten und Seekühen - ein wahrer Garten Eden. Im Jahr 1991 wurde die Shark Bay aufgrund ihres Artenreichtums zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Es gibt nur eine Ortschaft in der Gegend: In Denham wohnen rund 400 Menschen, die sich in der Abgeschiedenheit eingerichtet haben. Der Aborigine Darren Capeswell weiß alles über das Meer und die Tiere, die darin leben. Er beherrscht noch die Technik, Fische mit dem Speer zu erlegen. Riesenschildkröten fängt er mit der bloßen Hand. Als Ureinwohner ist es ihm sogar erlaubt, die ansonsten geschützten Tiere zu essen. Aber nur nach den Regeln der Aborigines: Nimm nie mehr, als du brauchst. Und iss alles, was das Tier dir bietet. Besuchern erklärt er, warum es wichtig ist, dass er sich auch gelegentlich von Schildkröten ernährt: "Die Kultur der Aborigines ist nicht tot, wie viele sagen. Aber sie hat lange geschlafen. Wir sind dabei, sie wieder aufzuwecken." Am Strand von Monkey Mia erscheint jeden Morgen eine Schule Delfine, um sich ihr Frühstück abzuholen. Ein Fischer hatte vor 50 Jahren einem neugierigen Delfin ein paar Fische zugeworfen. Daraus wurde ein Ritual. Aber ganz sicher kann sich Shannon Vasyli, die Delfin-Expertin, nie sein, ob die Tiere wirklich kommen. Immer wieder lassen sie mal einen Tag aus. Dann warten Shannon und andere Neugierige vergeblich, und eine bange Frage macht die Runde am Strand: "Hören die Delfine auf, nach Monkey Mia zu kommen?" Bisher sind sie immer am nächsten Tag wieder erschienen. Dass die Natur hier unberechenbar ist, musste auch Kirk Gastrich erfahren. Er und sein Team erforschen in der Shark Bay das Leben der Haie - hier tummeln sich Dutzende Arten. Wenn Kirk unterwegs ist, springt er vom Boot und versucht, den Tieren Sonden anzuheften, die ihre Routen im Wasser aufzeichnen. Nicht ganz ungefährlich: Ein Hai biss vor ein paar Jahren zu. Kirks Ellenbogen ist von langen Narben überzogen, nur mit Glück hat er seinen Arm behalten. Der Arbeitsplatz von Robert Morgan ist deutlich ungefährlicher. Er wohnt auf einem Ponton in der Shark Bay und züchtet Perlen. Die Spezialität der Familie Morgan sind Zwillingsperlen, die besonders selten sind und extrem schwer zu gewinnen. Doch eines fehlt zum perfekten Glück: eine Schwiegertochter. Deswegen hat Roberts Bruder Jamie bei der australischen Version von "Bauer sucht Frau" sein Glück versucht. Bisher ohne Erfolg. Es ist nicht einfach, eine Partnerin zu finden, wenn die nächste Stadt 900 Kilometer entfernt ist und man mitten im Meer lebt.
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heute NACHRICHTEN
Die interaktive Talkshow bietet den Zuschauern via Chat die Möglichkeit zum Mitreden und Fragenstellen. Eine Person darf sogar über Skype-Liveschaltung Lob und Kritik bei den Studiogästen loswerden.
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3sat-Wetter WETTERBERICHT
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
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Kulturzeit MAGAZIN
Das Bauhaus ist die berühmteste Kunstschule der Welt und der erfolgreichste deutsche Kultur-Export. 2019 feiert die berühmte Künstlerschmiede ihren 100. Geburtstag. Im Vorfeld wirft "Kulturzeit" einen ganz besonderen Blick auf die Vision des Bauhauses. Im Fokus stehen die "bauhausfrauen". Denn am 12. November 2018 jährt sich noch ein weiteres wichtiges Ereignis: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Lange nicht beachtet und später in Vergessenheit geraten, haben Frauen maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Bauhauses beigetragen. Die "Kulturzeit"-Reihe "bauhausfrauen: Die vergessenen Pionierinnen einer Kunstbewegung" kratzt am Lack des Bauhauses. Sie nimmt Parallelentwicklungen und weibliche Biografien unter die Lupe und schlägt in zahlreichen Gesprächen - unter anderem mit der Schriftstellerin Theresia Enzensberger, der Direktorin des Bauhaus-Archives Berlin, Annemarie Jaeggi, der Kultur- und Designhistorikerin Anja Baumhoff, der Architektin Jana Revedin sowie der Kulturpolitikerin Monika Grütters - den Bogen bis zu den aktuellen Debatten über Sexismus, Feminismus und Gleichberechtigung.
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Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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Soldaten DOKUMENTATION
Wohl kaum eine Profession hat einen solch radikalen Wandel erlebt wie der Beruf des Soldaten. Auch das Image des Soldaten hat sich stark verändert: Früher galt er als Held, heute als Mörder. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges am 11. November 1918 untersucht die Dokumentation, wie und warum sich das Bild des Soldaten in der Öffentlichkeit verändert hat, ergründet aber auch das Selbstverständnis der Soldaten und zeigt ihren Berufsalltag. Am Ende des Ersten Weltkrieges wurden die heimkehrenden Soldaten des Deutsches Reiches noch begeistert empfangen - obwohl sie den Krieg verloren hatten. Sie kämpften mit Karabiner, Bajonett und Tornister Mann gegen Mann für Gott und Vaterland. Heute sind die Soldaten der Bundeswehr hoch spezialisierte Hightechkrieger in einer Armee, in der Männer - und Frauen - nicht nur Deutschland verteidigen sollen, sondern an internationalen UN-Einsätzen in Afghanistan oder Afrika beteiligt sind. In ihrer Heimat werden sie jedoch dafür nicht nur gefeiert, sondern immer wieder schlagen ihnen Anfeindungen entgegen.
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Countdown zum Krieg - Das Entscheidungsjahr 1938 GESCHICHTE
Herbst 1938 - noch neun Monate bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa. Adolf Hitler ist seit über fünfeinhalb Jahren an der Macht. Der Film erzählt die historische Entwicklung der letzten 52 Wochen vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa. Der Schwerpunkt liegt auf den Ereignissen in der zweiten Hälfte des Jahres 1938: Münchner Abkommen im September und Pogromnacht vom 9. November. Mit diktatorischen Mitteln und Terror hat Adolf Hitler sich Deutschland unterworfen. Es gibt kaum mehr Widerstand gegen seine Herrschaft. Im Gegenteil: Eine große Mehrheit der Deutschen folgt dem "Führer" bedingungslos, auch wenn es wegen der wirtschaftlichen Lage Kritik am Regime gibt.
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Madeira - Juwel im Atlantik LAND UND LEUTE
Madeira gilt als Insel des ewigen Frühlings. Zahlreiche Deutsche haben hier ein neues Leben begonnen. Was fasziniert sie an dem Eiland so sehr? Deutsche und österreichische Auswanderer nutzen die vielfältigen Möglichkeiten dieser portugiesischen Insel. Sie betreiben Tauchschulen, richten Wanderungen durch die Bergwelt aus oder lassen sich von den Winden per Gleitschirm in die Höhe treiben. Christoph Kolumbus, die österreichische Kaiserin Sisi oder Winston Churchill - Madeira hatte viele prominente Besucher. Das bekannteste Kind der Insel ist jedoch Cristiano Ronaldo, weltberühmter Fußballspieler und portugiesischer Nationalheld. Er wurde auf Madeira geboren und startete dort seine Karriere. Während der Fußballgott längst auf dem Festland weilt, zieht es noch immer viele Europäer - darunter auch zahlreiche Deutsche - in die andere Richtung: Sie suchen auf Madeira nach Erholung, Glück oder Abenteuer. Madeira ist eine wilde Hochseeinsel, eine Schöpfung des Feuers. Sie ist vulkanischen Ursprungs, die Spitze eines unterseeischen Gebirges, das aus dem Meer ragt. Die Landschaft ist schroff und spektakulär. Ursprüngliche Lorbeerwälder gedeihen im hoch gelegenen Zentrum der Insel, während die Küsten von einer üppigen Blumenpracht gesäumt sind. Besonders viele Naturschätze finden sich in den Gewässern der abgelegenen Insel. Ein artenreiches Riff säumt die Küsten. Delfine, Wale und seltene Robben bevölkern das Meer. Schon lange setzen sich Biologen erfolgreich für den Erhalt der Meeresfauna ein, ein großes Meeresschutzgebiet bietet den Tieren sichere Rückzugsmöglichkeiten. Daher sind die Gewässer um Madeira ein Mekka für Schnorchler und Taucher. Die Schönheit der Insel bietet auch an Land viele Möglichkeiten. Besonders beliebt sind Wanderungen entlang der "Levadas". Diese künstlichen Wasserläufe wurden schon ab dem 15. Jahrhundert angelegt, um trockene Anbaugebiete im Süden der Insel zu bewässern. Gleitschirmflieger schätzen die Aufwinde, die hier aufgrund großer Temperaturunterschiede und steiler Berge zuverlässig wehen. Viele Wanderer und Sportler genießen nach einem ereignisreichen Tag gern "Espada", eine weitere Besonderheit Madeiras: den Schwarzen Degenfisch, der nachts in der Tiefsee gefangen wird. Die Dokumentation wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf eine der schönsten Inseln Europas.
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ZIB 2 NACHRICHTEN

Die Themen der heutigen ORF-Nachrichten "ZIB 2" Sendung finden Sie hier.

 

 

 

3SAT Film
Terror - Ihr Urteil TV-GERICHTSFILM, D 2016
Darf man 164 Menschen töten, um 70 000 zu retten? Durfte Kampfpilot Lars Koch ein Passagierflugzeug abschießen, um zu verhindern, dass ein Terrorist dieses auf ein Fußballstadion stürzen lässt? Ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Darüber verhandelt das Schwurgericht Berlin. Die Zuschauer werden zu Schöffen. Sie fällen das Urteil über Lars Koch. Ist er schuldig oder unschuldig?
3SAT Doku
Der Bergretter - Dauereinsatz im Schwarzwald REPORTAGE
Adrian Probst und sein Team von der Bergwacht im Schwarzwald helfen Menschen in Not - ehrenamtlich, bei jedem Wetter und in jedem Gelände. Doch die Kassen der Bergwacht sind leer. Die Reportage begleitet einen Sommer lang den 27-jährigen Adrian Probst bei spektakulären Einsätzen rund um den Feldberg und an ganz anderer Front: Adrian Probst ist der neue Landesvorsitzende und kämpft um das finanzielle Überleben "seiner" Bergwacht. Gerade noch als Helfer bei dramatischen Unfällen oder aufreibenden Suchaktionen im Einsatz, muss Adrian Probst jetzt oft abrupt den Schalter umlegen und mit Politikern um mehr Geld für die Bergwacht verhandeln. Der ehrenamtliche Bergretter bewegt sich dann in seiner neuen Rolle in Anzug und Krawatte auf politischem Parkett. Wird er dort genauso viel Trittsicherheit beweisen wie im steilen Gelände rund um den Feldberg? Denn im Sommer geht es besonders heiß her: Immer mehr Wanderer, Mountainbiker oder Motorradfahrer zieht es in die Region. Wenn die Freizeitsportler sich verletzen, verirren oder Herz und Kreislauf bei schwüler Hitze schlapp machen, rückt die Bergwacht aus. Die jungen Helfer arbeiten ehrenamtlich, sie opfern fast ihre gesamte Freizeit und bezahlen viel Geld für Kleidung und Ausrüstung aus der eigenen Tasche. Die Bergretter benötigen dringend neue Einsatzfahrzeuge und müssen ihre maroden Hütten reparieren. Wird Adrian Probst die leeren Kassen der Bergwacht füllen können?
3SAT
10 vor 10 NACHRICHTEN
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
3SAT
ECO WIRTSCHAFT UND KONSUM
Aktuell und wirtschaftsbezogen zeigt die Sendung, was momentan in der Welt passiert. Während sich zwei der drei Beiträge auf neueste Nachrichten beziehen, findet auch regelmäßig ein Porträt seinen Platz.
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Slowenien Magazin ZEITGESCHEHEN
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Trauminsel Bora Bora LANDSCHAFTSBILD
Ihrer schillernden Unterwasserwelt verdankt Bora Bora auch den Namen "Die Perle der Südsee". Für die Bewohner ist die Insel ein Paradies. Ein Blick auf den Alltag am anderen Ende der Welt. Die Insel liegt 16 000 Kilometer von Paris entfernt auf der anderen Seite des Erdballs und gehört zu Französisch-Polynesien. Die fünf Inselgruppen mit 118 Inseln erstrecken sich auf einer Fläche so groß wie Europa. Gerade einmal 270 000 Menschen leben hier. In Französisch-Polynesien werden Träume vom freien Leben am Südseestrand wahr. Schon die frühen Entdecker des 16. Jahrhunderts berichteten von einem Paradies auf Erden, wo das Leben einfach, das Wasser des Ozeans klar und die Natur reich und gnädig zu den Menschen ist. Seit dieser Zeit gelten diese Inseln als Inbegriff des Paradieses auf Erden. Auch für Moeava de Rosemont gibt es keinen schöneren Platz unter Gottes Himmel. Auf Tahiti geboren, kam er nach seiner Ausbildung als Taucher und Kameramann in Frankreich wieder auf die Insel zurück. Er hatte Glück und hat einen Job bei einem Tauchcenter gefunden. Nach der Arbeit beginnt Moeavas Kampf für die Lebensgrundlage der Insulaner. Gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten hat er einen Verein gegründet, der sich insbesondere der Erforschung und dem Schutz der Mantarochen in Polynesien widmet. Dem Schutze und Erhalt einer ganz anderen Sache hat sich Kevin Havata verschrieben. Kevin ist Choreograf für traditionellen polynesischen Tanz und leitet eine Tanzgruppe. Kevin ist Mahu. Er wurde, wie in vielen polynesischen Familien üblich, als ältester Sohn traditionell nach einem weiblichen Rollenbild erzogen. Diskriminierende Erfahrungen sind ihm fremd. Noch heute lebt Kevin bei seinen Eltern, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Die Perlenfarm der Laughlins ist ein Familienunternehmen, drei Generationen arbeiten mit. Die Konkurrenz ist für die kleinen Farmer hart. Für die meisten Einheimischen ist Perlenschmuck unerschwinglich. Bis Ende der 1990er-Jahre gab es 40 Familien, die von der Perlenzucht auf Tahaa lebten, heute gibt es gerade noch sieben Farmen. Bei aller Abgeschiedenheit auf den Inseln lieben die Polynesier die Geselligkeit. Bars und Restaurants gibt es kaum, also spielt sich das soziale Leben meist auch im Privaten mit gutem Essen, Gesängen und mit Barbecue ab.
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Hawaii - Paradies der Wale und Vulkane NATUR UND UMWELT
Die Natur scheint Hawaii, die abgelegene Inselkette im Pazifik, mit ihren schönsten "Erfindungen" geradezu überschüttet zu haben. Der Film stellt das "Paradies der Wale und Vulkane" vor. Er taucht ein in die bizarre Unterwasserwelt der Vulkaninseln, führt zu Schiffswracks und Haien, Buckelwalen und Delfinen. Beeindruckende Flugaufnahmen zeigen Hawaii abseits von Massentourismus, Waikiki und Hotelburgen. Jedes Jahr kommen Buckelwale in die geschützten Gewässer von Hawaii, um sich hier zu paaren und um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Riesige Mantarochen, Meeresschildkröten und Tigerhaie ziehen durch das glasklare Wasser. Wellen bestimmen die Form, den Rhythmus und die Stimmung an den Küsten Hawaiis - das Meer gehört hier zum täglichen Leben dazu. Das besondere Lebensgefühl und die einzigartige Natur Hawaiis faszinieren den Kieler Daniel Opitz seit mehr als zehn Jahren. Aus der Begeisterung für Wale und Delfine wurde die Lebensaufgabe, ihnen zu folgen und über sie zu berichten. Die Beziehung von Mensch und Natur steht stets im Mittelpunkt des Interesses von Filmemacher Daniel Opitz. Zwei Jahre lang weicht er einem Team von Walforschern nicht von der Seite und begleitet sie bei ihrer unermüdlichen Arbeit, dem Rätsel der Gesänge der Buckelwale ein kleines Stück näher zu kommen.
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Die Marquesas DOKUMENTATION Vergessene Inseln der Südsee
Mitten im Südpazifik, fast vier Flugstunden von Tahiti entfernt, liegen die Marquesas-Inseln. Die 14 Inseln gehören zu Französisch-Polynesien und sind spärlich bevölkert. Die rund 9000 Marquesas bekommen nur selten Besuch. Die Inseln entsprechen so gar nicht dem Südseeklischee: Statt auf blaue Lagunen und weiße Palmenstrände treffen die wenigen Touristen auf ein raues Meer, felsige Küsten und schroffe, grüne Berge. Touristisch ist die Region kaum erschlossen, auf allen Inseln zusammen gibt es gerade mal zwei Hotels. Veränderungen geschehen hier langsam. Internet gibt es erst seit einigen Jahren und Fernsehen seit Mitte der 1980er-Jahre. Berühmte Männer hat es im Laufe der Zeit auf die Marquesas verschlagen: Der Chansonnier Jacques Brel und der Maler Paul Gauguin sind beide auf dem kleinen Friedhof der Insel Hiva Oa beerdigt. Herman Melville, Autor des Romans "Moby Dick", floh 1842 von einem Walfänger auf die Insel Nuku Hiva und lebte ein paar Wochen unter den Einheimischen. Damals waren die Bewohner noch gefürchtete Kannibalen. Durch den Einfluss der Missionare hat sich die Weltanschauung der Ureinwohner radikal verändert. Aus dem sexuell freizügigen und kannibalischen Inselvolk wurden strenggläubige Christen. Erst vor knapp 30 Jahren hat ihnen die Kirche wieder erlaubt, ihre alte Sprache zu sprechen, sich wie ihre Vorfahren den ganzen Körper zu tätowieren und alte Tänze und Rituale zu pflegen. Filmemacher Stephan Düfel trifft auf seiner Reise von Insel zu Insel unterschiedliche Menschen. Zum Beispiel einen jungen Mann, der die erste Pizzeria auf den Marquesas eröffnet hat, nachdem er einen Film über einen italienischen Koch im Fernsehen gesehen hat. Tief im Dschungel von Ua Pou begegnet Düfel einem deutschen Aussteiger, der gemeinsam mit seiner einheimischen Ehefrau fernab des Dorflebens versucht, alles, was sie zum Leben benötigen, selbst zu erzeugen - von Essen über Alkohol bis hin zu Strom. Moderne Errungenschaften wie Autos, Kühlschränke, Waschpulver, Limonaden oder Fertigessen bekommen die Inselbewohner alle drei Wochen von einem Frachtschiff aus Tahiti geliefert. Die "Aranui" hat außerdem bis zu 200 Passagiere an Bord - Touristen, die auf der zweiwöchigen Schiffsreise versuchen, die geheimnisvollen Marquesas-Inseln ein wenig kennenzulernen.
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Königreich Tonga DOKUMENTATION Auf deutschen Spuren in der Südsee
Tonga ist eines der schönsten, unbekanntesten und ungewöhnlichsten Königreiche der Welt. Der idyllische Archipel östlich von Neuseeland wird von rund 100 000 Insulanern bewohnt. Im Laufe der Jahrhunderte kam ebenfalls eine Reihe von Deutschen in die Südsee. Sie gründeten auf Tonga Handelsposten, Geschäfte und Familien. Spuren davon sind noch heute dort zu finden. Der Satz "Der König von Tonga kommt aus Buxtehude" ist allerdings unbewiesen. Andere Herkunftsgeschichten kann man hingegen gut zurückverfolgen. Da sind zum Beispiel die Blumenfelds. Deren Urahn kam im 19. Jahrhundert aus Hamburg auf die abgelegene Insel. Der Hanseat hatte einen Sinn für das Geldverdienen, brachte seinen Familienmitgliedern das ordentliche Münzenzählen und das Bügeln von Geldscheinen bei und galt als strenger Patriarch. Seine Nachkommen sind sich bis heute sicher, dass sie nur durch die harte deutsche Erziehung alle gute Geschäftsleute geworden sind. So ähnlich sieht das auch Finnau Walter. Er sieht alles andere als "typisch deutsch" aus und spricht auch kein Wort Deutsch. Trotzdem ist er stolz darauf, dass seine Vorfahren aus Europa kommen. Walter ist eine Art Hafenmeister, Flugplatzchef, Hotelier und Bäcker in einer Person - auf einem winzigen Außenposten des Tongaarchipels. Doch die Tonganer sind vor allem eines: entspannt. Sie preisen ihren "Tongan Lifestyle" als äußerst "relaxed", was sich nicht immer mit den "deutschen Tugenden" vereinbaren lässt. Zwischen Kokosnussernte und Netze flicken, zwischen Bootsbau und Gemüseernte ist stets Zeit für eine ausgiebige Pause. Denn eines lieben die Tonganer überhaupt nicht: Hektik. Zurzeit wächst allerdings Unmut im Königreich: Manche machen den autoritären Führungsstil des Königs und seine angebliche Vetternwirtschaft für die Armut auf der Insel verantwortlich. Das Königreich gilt als Entwicklungsland, hat zwar wunderschöne Palmeninseln, aber kaum Exportgüter und wird finanziell vor allem von den Auslands-Tonganern am Leben gehalten. Dank der starken Familienbande unterstützen die ausgewanderten Familienmitglieder ihre Verwandten in der Heimat mit Geld und Gütern.
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mare TV NATUR UND UMWELT
Die Shark Bay ist der westlichste Zipfel Australiens. Hier betrat 1616 der niederländische Seefahrer Dirk Hartog als einer der ersten Europäer australischen Boden. In der riesigen Bucht mit ihrem seichten, türkisblauen Wasser wimmelt es von Haien, Rochen, Riesenschildkröten und Seekühen - ein wahrer Garten Eden. Im Jahr 1991 wurde die Shark Bay aufgrund ihres Artenreichtums zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Es gibt nur eine Ortschaft in der Gegend: In Denham wohnen rund 400 Menschen, die sich in der Abgeschiedenheit eingerichtet haben. Der Aborigine Darren Capeswell weiß alles über das Meer und die Tiere, die darin leben. Er beherrscht noch die Technik, Fische mit dem Speer zu erlegen. Riesenschildkröten fängt er mit der bloßen Hand. Als Ureinwohner ist es ihm sogar erlaubt, die ansonsten geschützten Tiere zu essen. Aber nur nach den Regeln der Aborigines: Nimm nie mehr, als du brauchst. Und iss alles, was das Tier dir bietet. Besuchern erklärt er, warum es wichtig ist, dass er sich auch gelegentlich von Schildkröten ernährt: "Die Kultur der Aborigines ist nicht tot, wie viele sagen. Aber sie hat lange geschlafen. Wir sind dabei, sie wieder aufzuwecken." Am Strand von Monkey Mia erscheint jeden Morgen eine Schule Delfine, um sich ihr Frühstück abzuholen. Ein Fischer hatte vor 50 Jahren einem neugierigen Delfin ein paar Fische zugeworfen. Daraus wurde ein Ritual. Aber ganz sicher kann sich Shannon Vasyli, die Delfin-Expertin, nie sein, ob die Tiere wirklich kommen. Immer wieder lassen sie mal einen Tag aus. Dann warten Shannon und andere Neugierige vergeblich, und eine bange Frage macht die Runde am Strand: "Hören die Delfine auf, nach Monkey Mia zu kommen?" Bisher sind sie immer am nächsten Tag wieder erschienen. Dass die Natur hier unberechenbar ist, musste auch Kirk Gastrich erfahren. Er und sein Team erforschen in der Shark Bay das Leben der Haie - hier tummeln sich Dutzende Arten. Wenn Kirk unterwegs ist, springt er vom Boot und versucht, den Tieren Sonden anzuheften, die ihre Routen im Wasser aufzeichnen. Nicht ganz ungefährlich: Ein Hai biss vor ein paar Jahren zu. Kirks Ellenbogen ist von langen Narben überzogen, nur mit Glück hat er seinen Arm behalten. Der Arbeitsplatz von Robert Morgan ist deutlich ungefährlicher. Er wohnt auf einem Ponton in der Shark Bay und züchtet Perlen. Die Spezialität der Familie Morgan sind Zwillingsperlen, die besonders selten sind und extrem schwer zu gewinnen. Doch eines fehlt zum perfekten Glück: eine Schwiegertochter. Deswegen hat Roberts Bruder Jamie bei der australischen Version von "Bauer sucht Frau" sein Glück versucht. Bisher ohne Erfolg. Es ist nicht einfach, eine Partnerin zu finden, wenn die nächste Stadt 900 Kilometer entfernt ist und man mitten im Meer lebt.
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Hawaii - Zwischen Aloha und Amerika LANDSCHAFTSBILD
Hawaii ist ein Südsee-Paradies mit grandiosen Naturlandschaften, brodelnden Vulkanen und atemberaubenden Küstenlandschaften. Ein Archipel mit Geschichte und atemberaubender Natur. Seit 1959 ist Hawaii der 50. Bundesstaat der USA. So regiert denn auch der "American Way of Life" in der Großstadt Honolulu und in den modernen Ferienhotels und Einkaufszentren der Inseln. Doch Hawaii ist mehr als nur ein Teil Amerikas. Der ursprünglich von den Polynesiern besiedelte Archipel mitten im Pazifik hat sich den viel gerühmten "Aloha Spirit" bewahrt, den Geist der Gastfreundschaft und polynesischen Freundlichkeit, der über die Generationen auch die Einwanderer aus vielen Ländern der Erde angesteckt hat. In den vergangenen Jahrzehnten hat dieser "Aloha Spirit" gemeinsam mit einer Renaissance der alten hawaiischen Kultur eine deutliche Bestärkung erfahren. Folge dieser Bewegung ist, dass verstärkt der alte Hula-Tanz wieder gelehrt wird und nicht mehr nur als Spektakel für Touristen dient. Dass in eigenen Schulen und Kindergärten die hawaiische Sprache wieder zum Leben erweckt wird. Dass uralte Fischteiche der Hawaiianer wieder in Betrieb genommen werden und mit Hightech und kaltem, nährstoffreichem Tiefenwasser aus dem Pazifik die Aquakultur der Hawaiianer fortgeführt wird. Die grandiose Natur der Vulkaninseln tut das ihre, um Hawaii zu einem einzigartigen Ziel zu machen. Paradiesische Palmenstrände und Felsküsten, üppige Farnwälder und dampfender Dschungel wechseln sich ab mit blühenden Gärten und Ranches im Hinterland. Und wo sonst kann man nur wenige Meter von glühender Lava entfernt zusehen, wie der stetige und verblüffende ungefährliche Ausbruch des Kilauea-Vulkans Big Island Hawaii jeden Tag um einige Quadratmeter wachsen lässt.
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